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Donnerstag, 13. August 2015

Nach Jamie Oliver: the healthiest salad i'll eat this week




Genug mit der Sommerpause! Bei Temperaturen über 30 Grad wird die
Küche zwar am liebsten großzügig umgangen, Jamies angeblich gesündester Salat der Woche 
konnte mich trotzdem dazu überzeugen, den Herd zumindest zum Rösten von Walnüssen 
und Avocadohälften anzuschmeißen. 

Wer mich kennt, der wird sich wundern, dass ich tatsächlich ein 
Gericht von Jamie Oliver nachkoche. Mir ist bewusst, dass es zwei Lager 
zu Jamie Oliver gibt: die hemmungslosen Anhänger, bei denen im Küchenregal
nicht weniger als 3 Exemplare seiner Kochbücher stehen dürfen und dann die 
Opposition, die die englische Version von Tim Mälzer lieber in seiner Heimat sehen,
anstatt seine Werke auf dem heimischen Küchentisch.

Mit Jamie und mir war es aus, seitdem ich eine Folge seiner Koch-Show "Jamie
at home", verfolgt hatte und der populäre TV-Koch tatsächliche den Rest seiner
 abgebissenen grünen Bohne zurück in den Kochtopf zu den anderen Bohnen warf.  
Seitdem werde ich mit Jamie und seinem.. nennen wir es "rustikalen" 
Zubereitungsmethoden nicht mehr wirklich warm und Berichte über Hygieneverhältnisse
in seinen Metzgereien lassen mich auch nur noch den Kopf müde schütteln.

Vielleicht oder gerade weil Jamie selbst in der Folge "FoodTube" auf seinem
youtube-Kanal nicht bei der Zubereitung zu sehen ist, hat mir das Rezept wirklich mal zugesagt.
 Das Rampenlicht überlässt er stattdessen der Kochbuch-Autorin Anna Jones, 
von der die Rezept-Idee auch stammt. Während ich die Rezepte von Jamie selbst, meist
bereits etwas langweilig finde, gibt er auf dem youtube-Kanal ein paar interessanten,
talentierten Menschen die Gelegenheit ihr Können einem breiteren Publikum zu zeigen.
So hat mich auch der französische Küchen-Chef Jean Imbert in seiner FoodTube-Folge
mit amüsanten Englisch wirklich begeistert! Reinschauen empfohlen!




Doch genug zu Jamie, endlich komme ich dazu die Gewinner von dem längst vergangenen
Gewinnspiel bekannt zu geben! Herzlichen Glückwunsch an die Himbeer- und 
Mango-Eisliebhaber Sarah und Mia he! Mia du bist die erste Siegerin und Sarah die
Zweite! Meldet euch bitte unter backtrinchen@web.de, damit der Versand nun schnell
von der Bühne läuft! :)



                            





Donnerstag, 2. Juli 2015

Sommerkuchen für Rebellen: Nutella-Rhubarb Cake





Na gut ich gebe es zu! Schaue ich mir so die bereits beigetragenen Lieblings-Rührkuchen 
meiner Mitstreiterinnen bei der Aktion #ichbacksmir von tastesheriff an, dann denke
ich selbst, dass meine Rührkuchen-Interpretation doch sehr frei war.
Doch hey - ich schwör's. Indianerehrenwort. - das hier ist auch ein Rührkuchen.
Zwar versteckt sich der Nutella-Himbeer-Rührkuchen unter einer Schicht
Schokoladencreme, doch lehren wir nicht alle: es kommt auf das Innere an?

So möchte ich doch bitte um Toleranz unter den Rührkuchen bitten.
Rührteig bleibt Rührteig. Selbst die Rührteig-Definition, nach der ein Rührkuchen 
aus Mehl, Eiern, Fett und Zucker bestehen muss und bitte keinen Frischkäse
oder Hefe enthalten darf, hält mein Kleiner hier stand!
So wollte mein kleiner Rebellenkuchen einfach nicht 
auf seine Rhabarberfüllung und das Schokoladenkleid verzichten.

"Und das bei den Temperaturen!", denkt ihr jetzt sicher. 
Jaa..Rebell bleibt Rebell. Selbst im Sommer kann man den ein oder anderen
Tag sich doch ein kleines Stückchen Schokoladenparadies, frisch aus dem 
Kühlschrank genehmigen. Die Kombination aus den leicht säuerlichem Rhabarber und
den herben Jostabeeren passt nämlich einfach fantastisch zum Nutellakuchen-Teig 
und Schokoladenkleid. 

Ihr könnt so eine Schokoladenbombe auch vertragen? Dann ab zum Rezept!




Rezept:
(für eine 18er Form)

4 Eier
1 Tasse Zucker
3 Tassen Mehl
1 Tasse Pflanzenöl
1 Tasse Mineralwasser
1 Pk. Backpulver
1/2 Glas Nutella
150g Himbeeren

300g Rhabarber
Saft einer halben Zitrone
100g Zucker
1 Pk.Tortenguss

100g Zartbitter
150ml Sahne
100g Butter
1 Pk. Schokoladenpuddingpulver
300ml Milch
150g Zucker

100g Vollmilchschokolade
dunkle Beeren für die Deko (Brom- oder Jostabeeren)
nach Belieben Veilchen zur Dekoration
nach Belieben rosa Salz


Zubereitung:

Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Eigelbe mit einer Tasse Zucker cremig rühren.
Pflanzenöl mit unter die Eigelbmasse mengen.
Backpulver und drei Tassen Mehl vermischen.
200 Gramm Nutella und eine Tasse Mineralwasser zur Eiermasse geben.
Nun noch die Mehlmischung mit dem Teig verrühren. 
Es sollte ein homogener Rührteig entstehen.
Zum Schluss 150 Gramm Himbeeren unter den Teig heben und die
Hälfte des Teiges in eine mit Backpapier ausgelegte 18er Springform streichen.

Bei 160° 35 Minuten backen. 
Anschließend die zweite Teighälfte unter dem gleichen Verfahren backen.
Danach die Kuchen auskühlen lassen.

Von den ausgekühlten Kuchen den Deckel abschneiden, sodass man 2 gerade 
Kuchenböden erhält.


Rhabarber säubern, schälen und in kleine Stücke schneiden.
Mit dem Saft einer halben Zitrone die Rhabarberstücke aufkochen.
Tortengusspulver mit 50 Milliliter Wasser anrühren und zu dem aufgekochten
Rhabarber geben. Masse einköcheln lassen, bis die Rhabarberstücke weich sind
und kaum noch Flüssigkeit vorhanden. 
Mit 100 Gramm Zucker die Masse abschmecken.

Die Rhabarbermasse auf die Oberfläche eines Kuchenbodens streichen.
Den zweiten Kuchenboden auf den ersten setzen, sobald die Rhabarbermasse
beginnt zu gelieren und keine Gefahr mehr herrscht, dass die Rhabarberfüllung aus 
den Seiten heraus quillt.

Für die Schokoladencreme kochen wir zunächst einen 
Schokoladenpudding nach Verpackungs-Anweisung, nur dass wir 300 statt
500 Milliliter Milch zum Kochen benutzen.
Es ist wichtig, dass keine Klümpchen entstehen, also arbeitet sorgfältig!
Ansonsten passiert den gekochten Pudding anschließend durch ein Sieb.
...so erhaltet ihr eine schönere Oberfläche als mein Kuchen...aber hey, ist eben ein Rebell ;)

150 Milliliter Sahne mit 100 Gramm Schokolade erhitzen.
Die Temperatur sehr niedrig stellen, sobald die Sahne aufgekocht ist.
Sinn des Erhitzens ist lediglich, dass die Schokolade schmilzt.
100 Gramm Butter schaumig schlagen, abwechselnd abgekühlte 
Schokoladensahne und Schokoladenpudding zur Masse geben und
unterrühren.

Ein Viertel der Schokoladencreme beiseite stellen.
Mit dem Rest die Torte umkleiden.
Torte für eine halbe Stunde erst mal kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Schokoladenzylinder vorbereiten.
Denn die braunen Kleckse auf der Oberfläche sind einmal Schokoladencreme und einmal Schokoladenzylinder.

100 Gramm Schokolade dafür im Wasserbad zerlassen und in 
eine Pralinenform gießen. 
Es ist hübsch, wenn die Zylinder unterschiedliche Größen haben, hat man jedoch wirklich keinerlei 
Formen zum Gießen, kann dieser Schritt auch ausgelassen werden.

Die beiseite genommene Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und
auf den Kuchen dekorativ spritzen. Zu guter Letzt die ausgehärteten und mit Kakao
bestäubten Schokoladenzylinder, die Josta-/ Brombeeren und Veilchen auf 
den Kuchen dekorieren. Kalt stellen.

Erst Minuten vor dem Servieren das rosa Salz streuen, da Salz Flüssigkeit aufzieht und 
 sonst auf dem Kuchen nur rosa Punkte als letzte Spur des Salzes bemerkbar bleiben....
streut man jedoch wie ich, dann noch ein paar Ladungen Salz drüber, weil die Vorherige ja schon 
wieder nicht zu sehen ist, wird die Creme ordentlich salzig...

Kuchen (besonders bei den Temperaturen) im Kühlschrank lagern und erst direkt
vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.


Freitag, 19. Juni 2015

Asian Broccoli Salad - Sek fan!


Salat? - und das bei mir? Ja ihr seht tatsächlich richtig, auch das Backtrinchen muss 
ab und zu mal Vitamine zu sich nehmen. Doch keine Bange! Einen Salat Salat Salat, 
am besten ohne Dressing oder Topping muss man bei mir nicht befürchten.

Seitdem ich Vegetarierin bin, traue ich noch weniger als zuvor den Wok-Inhalten
der örtlichen China-Imbisse. Zu oft bekam man schon Geschichten, die einem 
die gebratenen Nudeln hochkommen ließen, erzählt. 
Deshalb liegt meine letzte China-Box Bestellung schon einige Jahre zurück. 
Nichtsdestotrotz kann ich noch in Erinnerungen von Hähnchenspießen mit Erdnusssauce 
schwelgen und wünschte mir bereits zu damaligen Zeiten, einen Chinesen finden zu können, 
der tatsächlich Brokkoli zu seinem Hähnchenspieß mit Erdnusssauce serviert. 

Der Hähnchenspieß ist bei mir kein gefragtes Thema mehr, die Kombi
aus Brokkoli und Erdnuss liebe ich jedoch auch heute noch. 
So ist es auch keine große Überraschung gewesen, dass dieser Salat auf Gefallen
meinerseits stößt. Ein Sattmacher Salat, der durch die Erdnüsse nicht unbedingt 
zur kalorienarmen Sorte gehört, jedoch wirklich lecker ist und mit seinem lauwarmen 
Auftreten auch durchaus Abwechslung zu sonstigen Salaten bietet.



Rezept:
(2 Portionen)

1 Brokkoli (500g)
1 Tasse Edamame
50g Erdnüsse

1/2 Zwiebel
2 El Erdnussmus
1,5 El Sesamöl
150ml Wasser
2 Tl Sojasauce
(1 Tl Honig/ Agavendicksaft)
Salz, Pfeffer

nach Belieben noch gerösteten Sesam

Zubereitung:

Den Brokkoli putzen und die Röschen abschneiden. 
In einem Topf mit kochendem, gesalzenen Wasser die Röschen 2-3 Minuten kochen,
anschließend die Röschen in einer Schüssel mit Eiswasser abschrecken, sodass der 
Garprozess gestoppt wird und der Brokkoli seine schöne grüne Farbe behält.

Die Zwiebel in kleine Stücke schneiden. 
In einer Pfanne einen Teelöffel Öl erhitzen. Die Zwiebelstücke darin anbraten.
50 Gramm Erdnüsse hinzufügen und ein wenig mitrösten.
Sobald die Erdnüsse etwas Farbe annehmen, mit Wasser ablöschen.
Die Sojasauce und das Sesamöl hinzufügen und einköcheln lassen.
Wer gerne eine süßliche Note im Dressing hat, kann zu der Sauce noch 
einen Teelöffel Honig oder Agavendicksaft geben und mit einköcheln lassen.
Die Sauce einige Minuten einköcheln lassen, bis sie der Konsistenz entspricht,
wie man gerne Salatsaucen hat. Ist sie etwas zu sehr eingekocht, kann man durch
etwas Milch die Sauce wieder retten.
Zum Schluss mit Salz, Chili und Pfeffer die Sauce abschmecken.

Die Edamame mit dem abgeschreckten Brokkoli in einer Schüssel mischen.
Kurz vorm Servieren die Sauce über das Gemüse verteilen.





PS: Nein, Sek fan, war keine Beleidigung eines hämischen Tätowierers, 
stattdessen ganz einfach: Guten Appetit! ... oder "Reis essen", wenn man 
es wörtlich nimmt - doch heute bleibt's bei Salat!



Ich und solch gesunde Salate? Wer sehen möchte warum 
auch ich einmal den gesunden Pfad wähle:

Samstag, 6. Juni 2015

mushroom pizza bianco with porcino oil and fresh herbs






Lange haben wir uns beschwert, wo der Sommer nur bleibe, nun ist er da und
das plötzlicher als erwartet. Bei solch warmen Temperaturen verspürt man 
     tagsüber meist ja nicht besonders großen Hunger. Dieser lässt auf sich warten 
                    und äußert sich dann zumeist abends mit allen möglichen Gelüsten.                                   
Mit nichts Besserem lässt sich ein Freitagabend beenden und das Wochenende 
               einklingen , als mit einer wundervollen, selbstgemachten Pizza mit ordentlich Käse. 
Im Gegensatz zu der üblichen 0815 Pizza, wie man sie bei jedem Italiener 
                     um die Ecke bekommen kann (Natürlich unter der Voraussetzung, dass bei euch ein Italiener um die Ecke liegt),                                besitzt die Pizza bianco zwar ordentlich Belag, jedoch keine Tomatensauce.             

         Wie der Name schon sagt, bleibt diese Pizza weiß und frei von Salami oder 
Tomatensauce. Durch das Steinpilzöl und die karamellisierten Zwiebeln 
bekommt die Pizza ihren ganz eigenen, raffinierten Geschmack und kann locker 
mit ihren Konkurrenten mithalten.
  
Trotz des Fetas, Rosmarins oder Thymians erinnert mich die Pizza bianco 
eigenartiger Weise an den hier im badischen Land sehr beliebten und 
verbreiteten Zwiebelkuchen. Wer Freunde zum Pizzaessen einlädt und seine 
vegetarischen Freunde nicht auf einer langweiligen Margarita rumkauen lassen will, 
den kann ich diese Pizza definitiv empfehlen. Der Pizzarand ist knusprig, der 
Boden weich und der Belag wunderbar geschmacksintensiv.        

                        Die Pizza ist definitiv für einen lauen Sommerabend zu empfehlen!                               














Zutaten:
(für 2 Pizzen)

1,5 Tassen warmes Wasser
3,5 Tassen Mehl
1 Pk. Trockenhefe
1/2 Tl Salz
2 El Öl
1 Tl Zucker

1 Zwiebel
1 Tl Butter & 1 Tl Olivenöl
4-5 Champignons
150g Feta
200g Fontina
Rosmarin und Thymian
Steinpilzöl
frischen schwarzen Pfeffer












Zubereitung:

Für den Hefeteig die Trockenhefe im warmen Wasser auflösen.
3,5 Tassen Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in das Mehl formen,
in welche nun die aufgelöste Hefe, Salz, Zucker und Öl hinzugefügt werden.
Zutaten miteinander verkneten, bis der Teig homogen und nicht mehr klebrig ist.
An einem warmen Ort oder im Backofen bei 45° den Teig gehen lassen bis sein Volumen
sich verdoppelt hat.

Die Zwiebeln in sehr dünne Scheiben schneiden.
Diese bei mittlerer Hitze mit einem Teelöffel Butter und Olivenöl langsam braun braten.
Champignons putzen und in etwas dickere Scheiben schneiden.
Feta und Fontina klein bröseln.

Vom gegangenen Teig die Hälfte abnehmen.
Auf einer bemehlten Fläche die Teighälfte rund ausrollen, dabei einen Rand formen.
In die Pizzamitte zunächst die Käsesorten verteilen. Auf die Käseschicht können nun
die Champignonscheiben und die gebratenen Zwiebelstücke verteilt werden.
Zum Schluss noch etwas Rosmarin und Thymianblättchen über die Pizza streuen,
dann kann die Pizza auch schon bei 220° etwa 16-20 Minuten knusprig backen.

Auf die gebackene Pizza noch einige Tropfen Steinpilzöl tröpfeln, um dann auch
schon die Pizza zu servieren.








Donnerstag, 28. Mai 2015

Einmal ein Stück Italien zum Mitnehmen bitte! - Peach Cookies




Einmal ein Stück Italien zum Mitnehmen bitte! - .. das meine Ich heute sogar wortwörtlich
- nee das mit Italien nicht, aber bei mir wurden heute die letzten Akkukabel 
zusammengesucht, Kleider in den Koffer geworfen und Karten ausgedruckt, 
damit es ab nach Österreich gehen kann! Denn heute startet Salt and the City! 
Dafür bequeme ich mich aus der schwäbischen Heimat in das große Österreich, um Teil 
vom ersten oberösterreichischen Blogger-Event zu sein! 
Über 100 Blogger werden sich zusammenfinden, doch noch will ich euch 
nicht zu viel verraten, der morgige Instawalk wird euch zumindest schon von Salzburg einige
(bisher vielleicht unbekannte) Ecken zeigen. Vom Event selbst werde ich euch natürlich auch
berichten, dafür dass ich nicht auf der Hin- oder Rückfahrt verhungere (was, wenn genug Streit seitens der Bahn herrscht, ja sogar eine nicht zu unterschätzende Bedrohung darstellt) sorgen
zumindest' schon mal diese kleinen Früchtchen. 

Mürbeteigkugeln, in ein Zuckerhemd gekleidet und mit einer italienischen Vanillecreme
gefüllt - sowas nennt sich Proviant vom Feinsten! Traditionell werden die Kekskugeln in 
Alchermes Likör gewendet, welcher durch seine bestechende rote Farbe den Keksen die              pfirsichroten Wangen verleiht. Der Likör stammt aus dem Arabischen und bekam 
seine rote Farbe ursprünglich durch das Beimengen von gemahlenen 
Cochenille-Schildläusen, die das Herstellen von Karmin (der roten Naturfarbe) ermöglichen. 
Es gibt heutzutage genug Herstellungsvarianten des Likörss ohne Karmin, 
jedoch bin ich selbst nicht der größte Alkohol-Fan und habe den Likör einfach
durch zerlassenen Kirschgelee ersetzt. Geschmacklich ist der Unterschied natürlich
zu bemerken, jedoch sind diese Pfirsiche kinderfreundlich und so süß wie die 
ausschauen, braucht man doch gar keinen Alkohol ;)!



Rezept:

300g Mehl
1 Pk. Vanillepuddingpulver
150g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
50g Butter

2 Eigelb
250ml Milch
30g Mehl
60g Zucker
Mark einer Vanilleschote

100g Kirschgelee
50ml Wasser
100g Zucker

zum Verzieren Minze und Vanilleschoten

Zubereitung:

Es bietet sich an die Crema Pasticcera (die Vanillecreme) zu Beginn zuzubereiten, da sie
während der Backzeit dann abkühlen kann.
Dafür bringt man langsam die Milch mit dem Vanillemark zum Kochen.
In einer zweiten Schüssel vermixen wir 30g Mehl, 60g Zucker und 2 Eigelb miteinander.
Nun schütten wir die Eigelbmischung unter ständigem Rühren in die erhitzte Milch und
lassen die Mischung unter ständigem Rühren bei kleiner Hitze einkochen, bis wir einen
etwas dickeren Vanillepudding haben.
Diesen lassen wir in der Zwischenzeit dann abkühlen.

Für die Kekse vermengen wir mithilfe eines Knethakens 300g Mehl, 1 Pk. Vanillepuddingpulver,
150g Zucker, 1 Prise Salz, 2 Eier und 50g Butter zu einem nicht mehr klebrigen Mürbeteig.
Aus dem Teig formen wir nun kleine Bällchen. Jedes Bällchen sollte nicht mehr als 20 Gramm Masse haben.

Die kleinen Kugeln backen wir auf einem mit Backpapier ausgelegten
Backblech ca 9 Minuten bei 170 Grad.

Die ausgekühlten Teigkugeln höhlen wir nun auf der Unterseite ein wenig aus,
damit mehr Füllung Platz findet.

Den Kirschgelee erhitzen wir mit 50 ml Wasser.
100g Zucker geben wir in einen tiefen Teller.

Nun lassen wir die Oberseite jeder Kugel etwa 30 Sekunden in dem flüssigen Gelee ziehen
und wälzen den angefeuchteten Teil danach im Zucker.
Die Kugeln sollten nach dem "Bad" etwas trocknen.

Jetzt können wir in jede Keks-Hälfte ein wenig von der Füllung geben und jeweils zwei
Kekshälften zusammensetzen.

Zur Krönung können die "Pfirsich-Kekse" noch mit einem Stück Vanilleschote als Strung und
Minzblättern verziert werden.

Freitag, 8. Mai 2015

Chocolate Rose Cake Pops


Mal in einer ganz anderen Optik kommen diese Cake Pops daher.
Aber hey, einmal im Jahr, anlässlich des Muttertages, will man 
dann doch seine ganzen filigranen Fähigkeiten bündeln und eine
Süßigkeit präsentieren welche zeigt : "Hey, für dich hab ich mir Mühe gegeben!"

Nicht nur Mühe, auch Geduld forden diese Blüten, vorallem für Leute - wie mich - 
die am liebsten den pragmatischen Weg gehen, der nicht zu viel Geduld und 
Feingefühl fordert.
Dass mein Blütenresultat dann am Ende doch so aussah,
zeigt doch fast, dass dieses Rezept wirklich idiotensicher ist!


Schokolade! Schokolade! Schokolade! - natürlich möchte ich mit diesem
Rezept an dem Blog Event von Insane in the Kitchen teilnehmen, welches ganz
unter dem Motto Schokolade steht und bei zorra ausgetragen wird.
Ich bin ja schon ziemlich gespannt was für Schokoladenbomben da
zusammengetragen werden, doch ich will mich kurz fassen - hier kommt das Rezept!

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)


Rezept:

400g Schokoladenkuchen
100g Kirschmarmelade
1 El Kirschschnaps
1 Pk.Vanillezucker
50g Zucker

150g Zartbitterschokolade
3 El Glukosesirup
Kakao zum Kneten

Zubereitung:

Für die Cake Pops den Kuchen fein bröseln.
Die Kirschmarmelade zerlassen und zusammen mit dem Schnaps,
Zucker und Vanillezucker zu den Kuchenkrümeln geben.
Die Masse durchrühren, sie sollte formbar werden, andernfalls noch etwas
Marmelade oder Kakaopulver zur Masse geben bis man aus der
Masse Kügelchen formen kann.
Die Kügelchen sollten Murmelgröße haben.
Cake Pop-Rohlinge im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Schokoladen-Modelliermasse gibt es für Faule auch zu kaufen.
Ansonsten die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen.
Glukosesirup in der Mikrowelle kurz erzhitzen, etwas abkühlen lassen und
dann zur flüssigen Schokolade geben.
Die Massen gut verrühren, sodass sie homogen werden.

Schokoladenflüssigkeit in einen Plastikbeutel gießen und im Kühlschrank
in etwa 1,5 Stunden fest werden lassen.

Holt man die Modelliermasse aus dem Kühlschrank, ist sie zunächst ziemlich hart
und bröckelig. Man muss sie eine Weile mithilfe des Kakaos kneten, bis man eine
formbare Masse erhält. Sobald die Masse bereit ist, kleine Kügelchen abnehmen und 
diese zu kleinen Kreisen ausrollen. 
Einen sehr kleinen Kreis zu einem Rohr rollen, einen weiteren
kleinen Kreis um den ersten legen, sodass man das Mittlere der Rose bekommt.
Dieses "Rohr" in zwei Hälften schneiden und eine auf einen
Cake Pop setzen. 
Nun immer größer werdende Kreise nutzen und um das Roseninnere und den Cake Pop
legen, sodass immer mehr Schichten entstehen.

Ein tolles Tutorial zu diesem Vorgang findet ihr hier:



Wer mag, kann die Rosen Cake Pops natürlich anschließend noch aufspießen,
schön sind sie sowohl am Spieß als auch ohne und eignen sich natürlich auch 
prima als Deko on top eines Cheesecakes oder einer Muttertagstorte.




Montag, 4. Mai 2015

Dark Chocolate Flourless Fudge Brownies



Lasst uns die Woche mit Brownies beginnen! 
Wochenanfänge machen ja bekanntlich depressiv, besonders so ohne
Ausblick auf Feiertage, die die Arbeitswoche verkürzen könnten.
Was braucht die Welt also so am Anfang einer Arbeitswoche?

Schokolade!

Schokolade ist die Lösung zum Glücklichsein, ein Garant für Dopamin
und Serotonin und natürlich die wohl beliebteste Kalorienbombe der Welt. 
Doch was da? Seh ich gerade Low Carber und Weight Watcher traurig auf die
Fotos schauen, wartend auf einen Kick von meiner Seite, da ich schon wieder eine
pure Kalorienbombe poste?
Heut' mal nicht! Nein, mein mehlfreier Schokoladenkuchen besitzt nicht statt Mehl 
um so mehr Schokolade, sondern... na irgendwelche Vorschläge?


Kichererbsen! Bitte alle Skeptiker und Pessimisten bei Seite -
Diese Brownies sind toll!
Fudgig wie Brownies selten gelingen, von der Konsistenz perfekt, vom Geschmack
...na gut man schmeckt einen Unterschied. Besonders durch das Ersetzen von Zucker
hat der Kuchen einfach ein anderes Aroma.  Keinesfalls schlecht - einfach anders.
Zusammen mit frischen Beeren und vielleicht einer Nice Cream würde ich diesen
Kuchen sogar außerordentlich empfehlen! 
Ein schneller gesunder Kuchen - sowas kann man doch immer im Repertoire haben.

Seid ihr offen für Neues? Dann kann ich euch diese Brownies nur empfehlen!





Rezept:
400g Kichererbsen
(sind etwa 200g getrocknete Kichererbsen)
1 Ei
3/4 Tasse Kakaopulver
1/2 Tasse Zuckerrübensirup
1 Tasse Walnüsse
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
1 Pk. Vanille-Zucker

evtl geschlagene Sahne und frische Beeren zur Zierde

Zubereitung:

Falls man die Kichererbsen selbst über Nacht eingeweicht hat, müssen
sie am nächsten Tag noch ca 2 Stunden weich gekocht werden.
Wer sich diese Arbeitsschritte ersparen möchte, kann bereits gekochte
Kichererbsen aus der Dose benutzen. (natürlich nur Ungewürzte!!!)

Die Walnüsse sollten vor dem Verarbeiten eine Stunde eingeweicht werden.

Die gekochten Kichererbsen mit den eingeweichten Walnüssen, Salz und
Zuckerrübensirup fein pürieren. Unter die pürierte Masse den Kakao, das Backpulver,
Salz, Vanille-Zucker und das Ei rühren.

Wer mag, kann unter den Teig noch Schokoladendrops unterheben.

Die Masse in eine kleine Springform (18er) füllen und glatt streichen.
Bei 170° etwa 30 Minuten backen.
Es sollte bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr hängen bleiben, jedoch
darf man den Kuchen nicht zu lange backen, da er sonst trocken wird.
Den Kuchen vollkommen abkühlen lassen.

Wer mag kann zum Kuchen nun noch geschlagene, gesüßte Sahne und frische
Beeren reichen.

Sonntag, 26. April 2015

Aloo Paratha - ist das was Essbares?



Nein Aloo Paratha ist keine misslungene hawaiianische Begrüßung.
Überlegt der ein oder andere nun krampfhaft ob er Paratha nicht doch
schon einmal gehört hat, kann ich nun das Namensrätsel lüften:

Paratha heißt so viel wie Fladenbrot. Aloo heißt übersetzt Kartoffel.

Was also so rätselhaft klingt ist ein mit Kartoffelbrei gefülltes Fladenbrot,
welches typischerweise zu einem indischen Frühstück gereicht wird.
Hier ist es als Beilage zu Currys und Suppen geläufiger.
Mehr aus Neugier am Gericht als aus Vorahnung einer kulinarischen Bereicherung
probierte ich dieses traditionelle indische Essen aus.

Ich weiß nicht ob ich es jemals hier erwähnt habe, jedoch bin ich nicht der größte
Fan des indischen Essens. Dementsprechend waren meine Erwartungen eher im
unteren Bereich was den Geschmack angeht.
Vor einigen Jahren hatte eine Nachbarin ein ähnliches türkisches Gericht vorbei gebracht
und seitdem hatte ich nun ja, wohl eher eine Abneigung gegen kalte Kartoffelfüllungen
entwickelt.

Was für ein Glück dass ich meine Vorurteile über Board geworfen habe!
Ich muss wirklich sagen, dass mich das Gericht begeistert!
Zusammen mit einem (nicht traditionellen) Bärlauchpesto hat mich das Gericht
komplett begeistert - da brauch ich kein Curry oder Salat dazu - ein total leckeres Essen!
Hat man zu Mittag zu viele Kartoffeln gekocht, lässt sich das Gericht als
gelungene Resteverwertung nutzen, denn der Teig des eigentlichen Fladenbrots besteht
lediglich aus Mehl, Wasser und etwas Öl. Ein paar Kartoffeln mehr beim nächsten
Mal zu schälen würde sich also wirklich lohnen!

Low Carber gönnt euch 'ne Ausnahme - Paratha sind die Sünde wert!



Zutaten:

2,5 Tassen Mehl
1 Tasse Wasser 
2 El Öl

1,5 Tassen Kartoffelbrei 
(zubereitet etwa aus 3-4 mittleren Kartoffeln)
2 Frühlingszwiebeln, klein gehackt
1 Tl Garam Masala 
1/2 Tl Paprikapulver rosenscharf
Salz, Pfeffer 
eventuell Thymian, Koriander, Chili

Zubereitung: 

Für den Teig das Mehl mit dem Wasser und Öl verrühren
und zu einem nicht mehr klebrigen, festen Teig verkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. 

Die Frühlingszwiebeln mit einem Teelöffel Öl anbraten.
Zu dem Kartoffelbrei die gebratenen Frühlingszwiebeln, das Garam Masala
und das Paprikapulver geben und alles vermischen.
Mit Salz und Pfeffer (nach Belieben zusätzlich mit Thymian, Chili und Koriander) abschmecken.
Der Kartoffelbrei sollte sehr würzig schmecken, da er den Fladen die Würze verleiht. 

Den Teig in 4 Teile trennen. 
Jedes Stück auf eine Größe von ca 18cm Durchmesser (0,3-0,5 cm Dicke)  rund  ausrollen. 
In die Mitte des Teigkreises etwas von der Kartoffelfüllung geben. 
Den Teig von Außen nach Innen falten, sodass die Füllung bedeckt ist.
Mit den Händen den Teig zusammendrücken, sodass die Teigschichten zusammenhalten.
Mit den Händen den Teigfladen wieder flacher und rund formen.
Beim Drücken aufpassen, da die Unterseite halb so dünn wie die Oberseite ist.

Die Fladen mit sehr wenig Öl bei mittlerer Hitze ausbraten.
Dies dauert pro Seite ca 2 Minuten.





Egal ob warm oder kalt schaffen mich die  Parathas zu begeistern!
Kalt kommt die Füllung etwas besser zur Geltung, warm könnte ich mir sie bestrichen
mit etwas salziger Butter sehr gut vorstellen.



Samstag, 14. Februar 2015

Parmesan Tortellini Bites




Mein Food Blog ist so ziemlich das Abbild meines Essverhaltens.
Bei mir gilt das Motto "Süß, bitte süß!" 
So ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich 
auf Chips oder salziges Popcorn gut verzichten kann
und meine Couch-Knabberfavoriten viel eher Schokolade, Kekse und Co sind.
Bekommt man dann jedoch mal Besuch, so fühle ich mich doch verpflichtet, dem Besuch auch salzige Knabbereien anzubieten - für gekaufte Chips ist mein Food Blogger-Ego jedoch einfach zu groß, so muss ich mir dann doch wenigstens eine pikante selbstgemachte Kleinigkeit überlegen.
Die Tortellini Bits sah ich -surprise, surprise- mal wieder bei meinem non plus ultra
der Inspiration: pinterest!
Die Bildanleitung ließ schon vermuten:
Das Rezept ist perfekt für Faule, Gestresste und Kreative geeignet. - naja nicht unbedingt Kreative, aber Leute, die sich kreative Snacks wünschen.

Zutaten:
1 Packung Tortellini [Käsefüllung]
75g Mehl
150g Panko-Paniermehl
50g geriebener Parmesan
Oregano, Majoran
1 Ei
50ml Milch

Fett zum Ausbacken


Zubereitung:
Die Tortellini nach Packungsanleitung in
gesalzenem Wasser al dente kochen.
Wasser abgießen und die noch feuchten
Tortellini in Mehl wenden.
Das Ei mit Milch und den Gewürzen
verquirlen. Paniermehl mit dem geriebenen
Parmesan mischen. Die bemehlten Tortellini
durch die Eimischung ziehen und zum
Schluss in Panko-Paniermehl wälzen.

Das Öl in einem tiefen Topf erhitzen und
warten bis das Fett so heiß ist, dass von
einem in das Fett gehaltenem Holzlöffel
Blasen aufsteigen.

Die Tortellini einzeln im Fett goldbraun
und knusprig ausbacken. Anschließend auf
Küchenpapier abtropfen lassen.

Noch warm kommt die Füllung besonders
gut heraus, indem sie leicht weich einen
tollen Kontrast zur knusprigen Hülle bietet.
Doch auch kalt ist es in jedem Fall ein tolles und abwechslungsreiches Fingerfood.

Dienstag, 13. Januar 2015

Heute sehe ich rot: Rote-Beete-Baguette




Rote Beete ist wohl eins der Gemüse bei denen sich die Leserschaft
sofort in die "Bäääh!"- und "Ja kann man mal ausprobieren"-Fraktion teilt.
Rote Beete hatte bei mir auch lange keine Chance - warum?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ein Food Blogger mal
Vorurteile besitzt - so meidete ich die Beete ohne sie zu kennen
- denn Gemüse, die so viele Gegner haben, müssen ja komisch schmecken.
In einem Bistro in Paris wurde sie mir letztes Jahr dann quasi aufgedrängt.
So hatte ich keine andere Wahl als ihr eine Chance geben zu müssen.
Liebe entstand aus dieser Begegnung zwar nicht, jedoch finde ich sie
 bei weitem nicht so schlecht wie ihr Ruf es verkünden mag.

- Doch wartet! An all die, die die Farbe des Brotes bis jetzt bewundert haben,
jedoch gerade auf das x in der rechten Ecke klicken möchten,
weil sie denken, dass Rote Beete im Brot für sie nie genießbar sein wird:
Ich kann euch beruhigen!

Die wunderschöne Farbe erhält das Brot durch eine ordentliche Menge
Rote Beete-Saft - dieser gibt dem Brot neben der Farbe später auch einen
leicht süßlich, würzigen Geschmack, welchen man ideal mit einem süß-salzigen
Topping kombinieren kann, wie es auch Nina mit ihrem Rote Beete-Baguette
angestellt hat. Für mich bildet das Baguette eine ideale Beilage zu einem Käseteller
oder zu einem gebackenen Camembert und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass
Brot häufiger zuzubereiten.
Das Baguette hat selbst die Skeptiker in meiner Familie überzeugt,
ihr solltet ihm also wirklich mal eine Chance geben!


Rezept:
500g Weizenmehl Typ 405
300-350ml Rote Beete-Saft
1 Pk. Trockenhefe
1 Tl Salz

Zubereitung:
Weizenmehl in eine Schüssel geben.
In das Mehl eine Mulde formen, in die das Salz gegeben wird.
Rote Beete-Saft erhitzen, Trockenhefe darin auflösen.
Hefe-Lösung in die Mehl-Mulde gießen.
Mit einer Gabel das Mehl langsam vom Rand in die
Mulde schieben und verrühren. Immer mehr Mehl
vom Rand mit in die Mitte nehmen bis man schließlich alles miteinander verknetet.
Der Teig sollte - sobald alles miteinander verknetet und keine Klumpen
mehr übrig sind - nicht mehr kleben, jedoch auch nicht zu trocken sein.
Den Teig nochmals kräftig durchkneten, danach mit einem angefeuchteten,
frischen Handtuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort gehen lassen
bis das Teigvolumen sich verdoppelt hat.
Den Teig nach dem Gehen nicht mehr durchkneten.
Den gegangenen Teig in zwei Hälften teilen.
Teigstücke zu zwei langen Teigsträngen formen.
Noch mit Wasser die Oberfläche befeuchten und dann bei 220° 10 Minuten backen.
Nach den 10 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200° runterdrehen
und in 15 Minuten zu Ende backen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Herbstliches Bruschetta Duett



Jaaa mein Gespür die richtigen Artikel im richtigen Moment 
zu posten ist unübertrefflich.
Der Schnee schmilzt langsam, die Sonne blickt auch mal hervor
- und ich komme mit Kürbis und Weintrauben um die Ecke.

Kürbis galt für mich lange als das Horrorgemüse schlechthin -
kannte ich es nicht anders als süß-sauer eingemacht nach Oma Elses Rezept.
Den süßen Essigsud verfeinert mit Zimtstange und Anissternen
- alleine der Geruch konnte - und vermag es auch heute noch- Ekel bei mir auszulösen.

Wie näherte ich mich also dem Kürbis? 
Es war eigentlich eine ganz spontane Entscheidung dem Kürbis noch eine Chance zu geben.
Ich schaute mir im Supermarkt das Rezept einer Kürbissuppe an, 
überzeugen konnte sie mich keineswegs durch geniale Präsentation oder
raffinierte Zutatenkombination, viel mehr ging ich mit einer 
"why not"-Mentalität an die Zubereitung.
 - Kürbisse haben wir stets en masse aufgrund des eigenen Gartens zuhause -
zu verlieren hatte ich also nichts. 
Zubereitet wurde die Suppe also sofort sobald ich zuhause ankam,
mit viel Überwindung wurde dann letztendlich auch verkostet - und was für ein Glücksgriff
genau so wie sie war konnte sie mich überzeugen.
Seither ist diese Kürbissuppe für uns nicht mehr wegzudenken sobald die Kürbissaison startet..


Heute war es also so weit meine Freundschaft zum Kürbis von Neuem zu testen
- in Form von Roasted Butternut Bruschetta. 
Hatte ich es schon seit geraumer Zeit auf anderen Blogs gesehen und 
Blogger schwärmen hören, so fand ich den Zeitpunkt
gekommen mal wieder etwas zu wagen und die Bruschetta auszuprobieren. 

In Testlaune wie ich war, wollte ich auch gleich eine zweite - für mich sonst 
ebenfalls - mutige Kombination wagen: thyme roasted grapes with ricotta and roasted bread.
Salzige Trauben? mit Thymian geschmort? und dann auf Brot? 


Ich muss sagen - ich bin überrascht! Die Trauben verlieren durch die Gewürze
und das Garen an Süße und harmonieren sehr schön mit dem Käse. 
Beide Bruschetta Varianten sind durchaus abends zu einem Glas Wein zu empfehlen 
und eine gelungene Abwechslung zum schnöden Tomaten-Knoblauch Belag, 
den man sonst an jeder Ecke auf dem Bruschetta-Brot wiederfindet.



Roasted Grapes with Thyme and roasted Bread:
(2Portionen)

2 kleine Scheiben Bauernbrot
200g lila Trauben
1/2 Bund Thymian
100g Ricotta
Olivenöl
Walnüsse
Salz


Zubereitung:

Brotscheiben mit Olivenöl bestreichen und im Ofen bei 200° rösten bis
der Rand braun und knusprig wird - dies dauert ca.5-8 Minuten (und kann
parallel mit den Trauben im Backofen gemacht werden).

Die Trauben waschen, von den Stielen abzupfen und in einer Auflaufform mit 
Olivenöl besprenkeln. Salz über die Trauben streuen und 3/4 des Thymians
über die Trauben zupfen.
Bei 200° etwa 20 Minuten schmoren bis die Trauben runzlig werden.

Die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne fett leicht anrösten.

Sobald die Trauben fertig gegart sind, den Ricotta auf die gerösteten 
Brotscheiben streichen. Trauben auf dem Ricotta verteilen und nach 
Belieben mit dem während des Backens entstandenen Sud beträufeln.
Zum Schluss noch die gerösteten Walnüsse darüber streuen und nach
Belieben mit dem restlichen Thymian dekorieren.



Butternut Bruschetta:
(2 Portionen)

2 kleine Scheiben Landbrot
200g Butternut Kürbis
100g Feta
Olivenöl & Crema di Balsamico
Majoran & Salz

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, in Scheiben schneiden und diese in ca. 1cm große Würfel
teilen. Den Kürbis in eine Auflaufform mit Olivenöl und Majoranblättern geben,
alles salzen und bei 200° ca 20-25 Minuten rösten bis die Kürbisstücke braun
und knusprig werden.

Das Brot mit Olivenöl bestreichen und im Backofen für 5-8 Minuten 
mitrösten, sodass es an den Kanten braun und knusprig wird.

Den Feta zerbröseln.

Die knusprigen Brotschreiben mit Crema die Balsamico besprenkeln,
mit Feta bestreuen und on top den gerösteten Kürbis verteilen.
Wer mag kann nun noch ein paar Majoranblätter als Deko oben auf geben,
ansonsten sind die Bruschetti fertig zum Verzehr.

Donnerstag, 17. April 2014

Mohnkuchen-Eier


Eigenlob stinkt! Doch was soll ich sagen?
Die Küchlein haben mit ihrer Optik einfach mein Herz gestohlen.
Kuchen in Eierschalen zu backen - für die meisten bestimmt nichts Neues
mehr - hübsch sind sie trotzdem, weshalb sie zu meinem Osterfest dazugehören.

Wer am Tag vor Ostern die Eier leert, verziert und backt, kann der
Familie bereits zum Frühstück eine wunderbare Überraschung
bieten. Zugegeben, hinter den Kuchen-Eiern steckt eine Menge
Arbeit, freuen tut man sich jedoch über die Kucheneier, egal ob als Geschenk,
als Frühstücks-Überraschung oder zum Kaffee.


In meinen Eierschalen hat sich ein Mohnkuchen versteckt, wer keinen Mohn mag, kann natürlich jede   beliebige Zutat benutzen, so lange man sie klein genug   schneidet, dass sie durch das Aushöl-Loch in der Eier-Schale passt.                                                                                                                                               Zum Bekleben der gefärbten Eier habe ich eine Mischung aus Mehl und Wasser benutzt. Schlägt man die Masse lange genug, setzt sich das Gluten des Weizens frei und wirkt wie Kleber. So kann man die Eier auch mit Texten oder Motiven bekleben.              Als weiteren Tipp kann ich euch empfehlen, die geleerten Eierschalen im Backofen zu erhitzen, so trocknen die beklebten Stellen schneller und die noch nicht beklebten Stellen trocknen schneller, da sie noch warm sind, sodass man schneller und sauberer weiterarbeiten kann.                                                      Zum Leeren der Eier habe ich im Kindergarten an zwei Stellen des Eis stets ein Loch gestochen und die Eier dann ausgeblasen.
 Zum Backen habe ich ein Loch an der Unterseite des Eis mit einem Stäbchen gestochen, ein wenig größer gemacht 
und mithilfe des Stäbchen immer mehr Eimasse aus dem Ei "gezogen". 
Diese Methode würde ich euch auch empfehlen, so bleibt die Unterseite 
von Löchern verschont und je größer ihr das Loch macht, 
umso schneller ist das Ei geleert.



Zutaten für 9 Eier:

 9 Eierschalen
(nach Belieben gefärbt)
nach Belieben Motive zum Bekleben

1 unbehandelte Zitrone
Mark 1 Vanilleschote
90g Butter
70g Zucker
3 EL Zitronensaft
1 Prise Salz 
2 Eier
90g Mehl
30g Mohn

Zubereitung:

Wer gefärbte Kuchen-Eier haben möchte, der sollte die geleerten 
und ausgewaschenen Eierschalen vor dem Backen einfärben.
Nach dem Färben autrocknen lassen.

Für den Kuchenteig die Schale der Zitrone abreiben. Die Vanilleschote
längs halbieren und das Mark herauskratzen, um sie dann mit dem Zitronenabrieb,
der weichen Butter und dem Zucker schaumig zu rühren.
Eier, Zitronensaft und eine Prise Salz zur Buttermasse geben und zu einer 
homogenen Masse schlagen.

Mehl und Mohn mischen und zur Mischung schütten.
Alles miteinander zu einem halbflüssigen Rührteig verarbeiten.

Die Eierschalen in backfeste Eierbecher setzen.
Wenn ihr keine backfesten Eierbecher besitzt, könnt ihr  Muffinförmchen
mit Alufolie auslegen und die Folie so drappieren, dass die Eierschalen
in den Muffinmulden sitzen können ohne umzufallen.

Kuchenteig in einen Spritzbeutel füllen. Die Spritztülle sollte ein kleines
Loch haben, am besten kleiner als die Ausleerlöcher der Eier.
Mit dem Spritzbeutel die ausgehöhlten Eier befüllen.
Die Eier sollten etwa zu 3/4 bis 4/5 gefüllt sein. 
Die befüllten Eier bei 175° etwa 12 Minuten backen. 
Macht am besten die Stäbchenprobe um zu überprüfen ob die Kucheneier
gar sind.

Danach lasst die Kucheneier vollkommen auskühlen.

Die ausgekühlten Kucheneier können nun nach Belieben noch mit
Bändern oder anderen Motiven beklebt, bzw. verziert werden.



Feiert ihr Ostern? -Oder ist es eurer Meinung vor allem ein Fest für
Kinder und die Familie? 
Ich wünsche euch jetzt schon mal ein schönes Osterfest!
Genießt die freien Tage mit - oder auch ohne Familie ;D !








Oster Rezepte