Posts mit dem Label Rosmarin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rosmarin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 25. September 2015

Eggs en Cocette


Erinnert ihr euch noch an meinen Ausflug in die Stadt wo die Sachertorte 
wohl stündlich gebacken und der Strudelteig so dünn wie nirgends
ausgerollt wird? Mai diesen Jahres durfte ich im Rahmen von Salt and the 
City Mozarts Geburtsstadt erkunden und durfte dabei viele tolle Blogger
des Food und Lifestyle Genres kennen lernen. Eine unter ihnen und 
Mitorganisatorin von Salt and the City war Claudia vom Food Blog 
Geschmeidige Köstlichkeiten.  Ihr Blog ist keineswegs 0815 im Food Bereich,
denn Claudia bloggt auf Geschmeidige Köstlichkeiten bereits seit 3 Jahren über barrierefreies
Essen. Dieses soll folglich möglichst leicht zu kauen und zu schlucken sein,
damit auch Personen mit Einschränkungen die Speisen verzehren können.

Seit dem Blogger-Treffen bleibe ich nun nicht nur auf Claudias Travel Blog claudiaontour auf 
dem Laufenden welche Ausflugstipps sie für uns bereithält, sondern lese mir gerne auch ihre
wöchentlichen Café-Tipps durch, wo sie denn diese Woche ihr Ei im Glas genießt. 
So ist ihre Dauercafébestellung "Ei im Glas" mir irgendwie wohl als DAS "Claudia-Essen" 
hängen geblieben, auch wenn auf Claudias Blog bestens bewiesen wird, dass man
barrierefreies Essen durchaus abwechslungsreich gestalten kann.

Deshalb habe ich auch nicht all zu lange überlegen müssen welches Gericht
ich Claudia zum Geburtstag der Geschmeidigen Köstlichkeiten zubereite: natürlich ein Ei im Glas!
Mit in das Eiweiß durfte sich noch weichgekochter Brokkoli und angeschwenkte 
Maronenstreifen gesellen. Zum Abschluss kann man nur noch einmal sagen:
"Hoch auf die Geschmeidigen Köstlichkeiten, drei Mal hoch!"






                            Zutaten:
                           4 Eier
                           1 große handvoll Brokkoli
                           1/4 Zwiebel
                           150g Pilze
                           2 Tl Butter
                           Rosmarin & Thymian


                            Rezept:
                            Brokkoli putzen, Rösschen in kleine, dünne Partien aufteilen und in kochendem,
                            gesalzenen Wasser weich kochen.
                            Pilze putzen und in dünne Streifen schneiden. Zwiebel in kleine Stücke schneiden.
                            und in einer Pfanne mit Butter etwas anschmelzen, Pilzstreifen hinzufügen
                            und in eigenem Sud gar köcheln. Mit frischem gehackten Rosmarin und Thymian,
                            Salz und Pfeffer würzen. 

                            Die Hälfte der gegarten Pilze und Brokkolirösschen auf 4 kleine gefettete Förmchen
                            aufteilen. In jedes Förmchen ein Ei schlagen. Neben das Eigelb die restlichen Pilze
                            und Brokkolirösschen drappieren.

                            Kochendes Wasser in eine Auflaufform drei Zentimeter hoch aufgießen.
                            Förmchen in das Wasserbad stellen und bei 180° 10-15 Minuten backen.




Donnerstag, 13. August 2015

Nach Jamie Oliver: the healthiest salad i'll eat this week




Genug mit der Sommerpause! Bei Temperaturen über 30 Grad wird die
Küche zwar am liebsten großzügig umgangen, Jamies angeblich gesündester Salat der Woche 
konnte mich trotzdem dazu überzeugen, den Herd zumindest zum Rösten von Walnüssen 
und Avocadohälften anzuschmeißen. 

Wer mich kennt, der wird sich wundern, dass ich tatsächlich ein 
Gericht von Jamie Oliver nachkoche. Mir ist bewusst, dass es zwei Lager 
zu Jamie Oliver gibt: die hemmungslosen Anhänger, bei denen im Küchenregal
nicht weniger als 3 Exemplare seiner Kochbücher stehen dürfen und dann die 
Opposition, die die englische Version von Tim Mälzer lieber in seiner Heimat sehen,
anstatt seine Werke auf dem heimischen Küchentisch.

Mit Jamie und mir war es aus, seitdem ich eine Folge seiner Koch-Show "Jamie
at home", verfolgt hatte und der populäre TV-Koch tatsächliche den Rest seiner
 abgebissenen grünen Bohne zurück in den Kochtopf zu den anderen Bohnen warf.  
Seitdem werde ich mit Jamie und seinem.. nennen wir es "rustikalen" 
Zubereitungsmethoden nicht mehr wirklich warm und Berichte über Hygieneverhältnisse
in seinen Metzgereien lassen mich auch nur noch den Kopf müde schütteln.

Vielleicht oder gerade weil Jamie selbst in der Folge "FoodTube" auf seinem
youtube-Kanal nicht bei der Zubereitung zu sehen ist, hat mir das Rezept wirklich mal zugesagt.
 Das Rampenlicht überlässt er stattdessen der Kochbuch-Autorin Anna Jones, 
von der die Rezept-Idee auch stammt. Während ich die Rezepte von Jamie selbst, meist
bereits etwas langweilig finde, gibt er auf dem youtube-Kanal ein paar interessanten,
talentierten Menschen die Gelegenheit ihr Können einem breiteren Publikum zu zeigen.
So hat mich auch der französische Küchen-Chef Jean Imbert in seiner FoodTube-Folge
mit amüsanten Englisch wirklich begeistert! Reinschauen empfohlen!




Doch genug zu Jamie, endlich komme ich dazu die Gewinner von dem längst vergangenen
Gewinnspiel bekannt zu geben! Herzlichen Glückwunsch an die Himbeer- und 
Mango-Eisliebhaber Sarah und Mia he! Mia du bist die erste Siegerin und Sarah die
Zweite! Meldet euch bitte unter backtrinchen@web.de, damit der Versand nun schnell
von der Bühne läuft! :)



                            





Samstag, 6. Juni 2015

mushroom pizza bianco with porcino oil and fresh herbs






Lange haben wir uns beschwert, wo der Sommer nur bleibe, nun ist er da und
das plötzlicher als erwartet. Bei solch warmen Temperaturen verspürt man 
     tagsüber meist ja nicht besonders großen Hunger. Dieser lässt auf sich warten 
                    und äußert sich dann zumeist abends mit allen möglichen Gelüsten.                                   
Mit nichts Besserem lässt sich ein Freitagabend beenden und das Wochenende 
               einklingen , als mit einer wundervollen, selbstgemachten Pizza mit ordentlich Käse. 
Im Gegensatz zu der üblichen 0815 Pizza, wie man sie bei jedem Italiener 
                     um die Ecke bekommen kann (Natürlich unter der Voraussetzung, dass bei euch ein Italiener um die Ecke liegt),                                besitzt die Pizza bianco zwar ordentlich Belag, jedoch keine Tomatensauce.             

         Wie der Name schon sagt, bleibt diese Pizza weiß und frei von Salami oder 
Tomatensauce. Durch das Steinpilzöl und die karamellisierten Zwiebeln 
bekommt die Pizza ihren ganz eigenen, raffinierten Geschmack und kann locker 
mit ihren Konkurrenten mithalten.
  
Trotz des Fetas, Rosmarins oder Thymians erinnert mich die Pizza bianco 
eigenartiger Weise an den hier im badischen Land sehr beliebten und 
verbreiteten Zwiebelkuchen. Wer Freunde zum Pizzaessen einlädt und seine 
vegetarischen Freunde nicht auf einer langweiligen Margarita rumkauen lassen will, 
den kann ich diese Pizza definitiv empfehlen. Der Pizzarand ist knusprig, der 
Boden weich und der Belag wunderbar geschmacksintensiv.        

                        Die Pizza ist definitiv für einen lauen Sommerabend zu empfehlen!                               














Zutaten:
(für 2 Pizzen)

1,5 Tassen warmes Wasser
3,5 Tassen Mehl
1 Pk. Trockenhefe
1/2 Tl Salz
2 El Öl
1 Tl Zucker

1 Zwiebel
1 Tl Butter & 1 Tl Olivenöl
4-5 Champignons
150g Feta
200g Fontina
Rosmarin und Thymian
Steinpilzöl
frischen schwarzen Pfeffer












Zubereitung:

Für den Hefeteig die Trockenhefe im warmen Wasser auflösen.
3,5 Tassen Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in das Mehl formen,
in welche nun die aufgelöste Hefe, Salz, Zucker und Öl hinzugefügt werden.
Zutaten miteinander verkneten, bis der Teig homogen und nicht mehr klebrig ist.
An einem warmen Ort oder im Backofen bei 45° den Teig gehen lassen bis sein Volumen
sich verdoppelt hat.

Die Zwiebeln in sehr dünne Scheiben schneiden.
Diese bei mittlerer Hitze mit einem Teelöffel Butter und Olivenöl langsam braun braten.
Champignons putzen und in etwas dickere Scheiben schneiden.
Feta und Fontina klein bröseln.

Vom gegangenen Teig die Hälfte abnehmen.
Auf einer bemehlten Fläche die Teighälfte rund ausrollen, dabei einen Rand formen.
In die Pizzamitte zunächst die Käsesorten verteilen. Auf die Käseschicht können nun
die Champignonscheiben und die gebratenen Zwiebelstücke verteilt werden.
Zum Schluss noch etwas Rosmarin und Thymianblättchen über die Pizza streuen,
dann kann die Pizza auch schon bei 220° etwa 16-20 Minuten knusprig backen.

Auf die gebackene Pizza noch einige Tropfen Steinpilzöl tröpfeln, um dann auch
schon die Pizza zu servieren.








Dienstag, 3. März 2015

Arrancini - Kalorienbombe auf italienisch


Wollte ich gerade noch frohen Mutes verkünden, dass ich heute endlich mal 
ein "traditionelles" Rezept mit euch teilen kann, musste ich gerade feststellen, 
dass die begleitende Sauce doch wohl eher beim Chinesen um die Ecke in Kombi mit 
Frühlingsrollen zu finden ist und sie es somit womöglicherweise nicht uuunbedingt 
bereits vor mehreren hunderten Jahren nach Sizilien geschafft hatte.

Achja wenn wir bereits beim Thema Tradition sind, kann ich euch auch gleich verraten, 
dass eine Mischung aus geschmortem Hackfleisch, Erbsen, Speck, Tomaten und Zwiebeln 
eine noch typischere, beziehungsweise noch häufiger verwendete Füllung für Arrancini bildet. 
Doch völlig neu interpretiert ist meine Version lange nicht! Und so nenne ich 
meine vegetarische Variante auch guten Gewissens weiterhin Arrancini.

Arrancini heißt übersetzt kleine Orangen und bei ihrer schönen goldbraunen Farbe
und der runden Form kann man den Namen doch auch ausnahmsweise mal nachvollziehen!
Mit der knusprigen Panade und dem flüssigen Käsekern erinnern mich
die Bällchen geschmacklich durchaus etwas an gebackenem Camembert - 
und ich warne euch vor: sie sind mindestens genauso mächtig.
Ein Rezept für die Sommerfigur sind die Arrancini eindeutig nicht!
- .. wobei das ja auch generell mal eine Ausnahme auf meinem Blog bilden würde...

Die süß-scharfe Sauce ist geschmacklich ein Kontrast zu den sonst doch

etwas einseitig schmeckenden Bällchen, die den letzten Pfiff dem Gericht verleiht.


Zutaten:

2 Tassen gekochter Risotto-Reis
2 Eier
evtl.Mehl
Semmelbrösel
Rosmarin, Majoran, Oregano
etwas Milch
200g Mozarella
50g Parmesan
Öl zum Frittieren
für die Sauce;
150g Konfitüre z.B. Aprikosen oder Quitten
1/2 Vanilleschote
2 Chilischoten
50ml Wasser


Zubereitung:

Den Risotto-Reis mit einem Ei vermengen und mit Salz würzen.
Den Parmesan dazu reiben.
So viel Mehl hinzufügen, bis die Masse formbar ist.
Aus der Reis-Masse eiskugelgroße Portionen abstechen.
Den Mozarella in traubengroße Stücke schneiden.
Die Reisportionen flach drücken, jeweils ein Mozarella-Stück in die Mitte
geben und die Masse darum herum formen. 
Gefüllte Reisbällchen rund rollen.

Eine Panierstraße mit einem Teller mit Mehl, mit Paniermehl und einen mit Ei aufstellen.
Das aufgeschlagene Ei noch mit etwas Milch verquirlen.
Das Paniermehl auf dem Teller noch zusätzlich mit Oregano, Rosmarin und Majoran
mischen um der Panade Würze zu verleihen.

Die Reisbällchen zuerst in Mehl wälzen, danach mit dem verquirlten Ei umhüllen 
und abschließend in Paniermehl wenden.

Das Öl in einem tiefen Topf erhitzen,

Sobald von einem in das Öl gehaltenem Holzlöffel Blasen aufsteigen, 
ist das Öl bereit, dass die Reisbällchen frittiert werden.
Die Reisbällchen goldbraun frittieren. Dies dauert pro Bällchen in etwa 4-6 Minuten.

Zwar nicht traditionell, nichtsdestotrotz zum Dippen zu empfehlen, ist eine süß-scharfe Sauce.
Dafür die Konfitüre - ich habe eine Pfirsich-Tomaten Konfitüre benutzt- mit Wasser aufkochen.
Die Chilis von den Kernen befreien und klein schneiden. 
Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark aus der Schote kratzen.
Chili und Vanillemark mit in den Topf geben und die Sauce 5 Minuten einköcheln lassen.

Am besten noch warm die Arrancini mit der Sauce verspeisen.
In diesem Sinn: Buon Appetito!



Dienstag, 21. Mai 2013

Panzanella mit Spargel, Avocado und Kichererbsen





Das Wetter und die Temperaturen können ruhig noch etwas besser
werden, jedoch können einen die seltenen sonnigen Intervalle dann doch 
nach draußen locken. So beginnt also langsam die Saison, in der man 
mehr Zeit im Garten verbringt, damit die Beete und Blumen in ein paar Wochen 
wieder strahlen und man abends nur noch schnell etwas zum Essen machen möchte, 
bevor man sich todmüde auf die Couch verzieht.

Perfekt für ein schnelles Abendessen, nach einem anstrengenden Tag, ist dieser Salat.
Schön bunt und wirklich mal Abwechslung zum "normalen" Gartensalat.

Eigentlich ist Panzanella ein italienischer Brotsalat aus der Toskana, 
der aus Tomaten, Olivenöl und Essig besteht.
Die Grundzutaten sind in meiner Variante immer noch 
enthalten, jedoch haben sich noch einige andere Zutaten hinzu geschlichen,
was meine Variante dann doch ziemlich modernisiert hat.
Aus dem Brotsalat ist bei mir letztendlich wohl eher ein Salat
mit Brot entstanden - jedoch fand ich das Verhältnis auch so wirklich
stimmig, da die Kichererbsen doch sehr sättigend sind. 


Rezept:
(für 2 Personen als Hauptgericht)

1/2 Avocado
2 dicke Scheiben Ciabatta
200g Kirschtomaten
1/4 Salatgurke
200g abgetropfte Kichererbsen
4 Stangen grüner Spargel

5 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen
Oregano, Rosmarin, Basilikum, Pfeffer und Salz

Zubereitung: 

Für das Dressing die Knoblauchzehen, Rosmarin, Oregano und 
Basilikum klein schneiden. Olivenöl mit Zitronensaft verquirlen, Kräuter
dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Spargel leicht schräg in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
Spargel in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. 
Je nach Geschmack muss man selbst entscheiden wie weit
man den Spargel gart, ich habe den Spargel nur ca.3 Minuten
angeschwitzt, sodass er noch ziemlich knackig war.

Ciabatta würfeln und dann in einer Pfanne mit Öl zu knusprigen
Croutons braten. 
Salatgurke in Scheiben schneiden, Tomaten entstilen und vierteln.
Die Schale von der Avocado entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. 
Über die Avocadostücke Zitronensaft träufeln.


Die Kichererbsen, Spargel-, Tomaten- und Gurkenstücke kann man 
bereits im Vorhinein mit dem Dressing vermischen, die Brot- und Avocadostücke 
sollte man wirklich erst direkt vor dem Servieren unterheben oder sie seperat
zu dem Salat reichen, sodass sich jeder nach Geschmack noch Croutons 
und Avocado über den Salat streuen kann.

Guten Appetit!



Dienstag, 12. März 2013

Gnocchi mit Radicchio


Wenn ich mal wieder Lust auf Gnocchi habe, dann kommen für mich
die aus der Verpackung eigentlich nie auch nur in Frage - extra Kartoffeln
gar kochen, Kartoffeln durch eine Presse geben und abkühlen lassen
- allein zur Vorbereitung des Teiges, dauert jedoch auch eine ganz schöne Weile.
Eine für mich wirklich optimale Alternative, die wirklich super funktioniert
und für die resultierenden Gnocchi keine geschmacklichen Unterschied und 
auch keine für die Folge für die Konsistenz hat. 




Deshalb kann ich es wirklich jedem empfehlen, das nächste Mal Gnocchi
oder Kartoffelklöße mal mit Gnocchi auszuprobieren - ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!
Um nicht zu sagen ab jetzt nur noch so sie zubereiten! ;D

Hier also zum Rezept:
(2 Personen)

1 Tüte Kartoffelpüree
100-200g Mehl
1 Ei
1/2 TL Salz

3 kleine Radicchio
1/2 TL Zucker
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Rosmarin

Parmesan oder anderer würziger Käse
braune Butter für die Gnocchi

Zubereitung:

Kartoffelpüree nach Packungsanweisung zubereiten.
Danach abkühlen lassen.
Abgekühltes Püree mit Salz und Ei verkneten.
Nun muss man so viel Mehl dazu geben, bis der Teig fest und nicht
mehr klebrig ist, eine genau Grammzahl kann man nur schwer sagen,
da es auch darauf ankommt wie fest das Kartoffelpüree ist und  wie
groß das Ei.  Doch grundsätzlich würde ich sagen, dass man lieber etwas
zu viel Mehl im Teig hat als zu wenig - denn was habt ihr lieber :
Im Wasser zerfallende Gnocchi oder einen Tick zu harte? - Eben ;)

Den Teig auf einer bemehlten Oberfläche zu mehreren etwa 6 cm dicken Strängen
formen. Von den Strängen im Abstand von 2 cm immer kleine Gnocchi abschneiden.
Die Teigstücke kann man nur mit Muße noch rund formen  und über eine Gabel rollen,
damit man ein schönes Muster erhält - oder man benutzt die kleinen Teigstücke in dieser
Form ;).

Einen großen Topf mit Wassers aufsetzen, die Gnocci ins kochende Wasser schmeißen,
1 Minute bei kochendem Wasser lassen, danach die Hitze herunter stellen und
Gnocchi 8 Minuten gar ziehen lassen. Am besten eine Gnocchi danach probieren,
damit man weiß ob sie gut sind. Wenn sie noch zu weich sind, einfach weiter kochen lassen.

In der Zwischenzeit die rote Zwiebel halbieren und dann in Scheiben schneiden.
Den Radicchio von unschönen Blättern befreien und danach quer in Ringe schneiden.
Die Zwiebelringe anbraten, nach 2 Minuten den Radicchio und den in Scheiben geschnittenen
Knoblauch zugeben. Weitere 3 Minuten anschwitzen, danach Zucker über das ganze 
streuen, karamellisieren lassen, dann mit Essig ablöschen. 
Je nach dem wie dick man den Radicchio geschnitten hat, muss man nun 
noch ein wenig Wasser angießen, damit der Radicchio weiter garen kann.

Wenn der Radicchio gar ist, mit Salz, Pfeffer und Rosmarin den Radicchio noch würzen.

Die gegarten Gnocchi können nun noch in brauner Butter geschwenkt, bzw. angebraten
werden und dann kann das ganze auch schon mit dem Radicchio und etwas 
frisch geriebenen Parmesan serviert werden.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Waldpilz-Wähe




Na, wart ihr dieses Jahr schon im Wald Pilze sammeln?
Nein? Dann seit ihr bestimmt einer derjenigen, die lieber auf Nummer Sicher gehen
und beim Gemüseladen um die Ecke für euer Pilzglück sorgt
- oder einfach bisher noch nicht richtig Zeit und Glück gehabt, sodass
der Pilzhunger bisher noch warten musste?

Ich war am Freitag mit meinem Vater im Wald - der mittlerweile schon
jahrelange Pilzerfahrung hat, (<- mein Vater und nicht der Wald)
sodass ich mir keine Gedanken mehr machen brauche
und sorgenlos das mühsam Gesammelte verzehren kann.
Schon seit Generationen ist Pilze sammeln bei uns in der Familie Tradition, da
wir jedoch bei unseren "Stammsorten" bleiben, hat bisher auch jeder unser
Pilzessen überlebt ;D - wiegesagt BISHER ;D


Zutaten:
150g Mehl
90g  Butter
2 EL Milch
1 TL Salz
1 TL Backpulver

500g gemischte Pilze, geputzt & in mundgerechte Stücke geschnitten
(ich habe Steinpilze, Maronen, Birkenpilze & Rotfüßchen benutzt)
1/3 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
150ml Sahne
100g geriebenen Käse
(nach Wunsch kräftigen Bergkäse oder Emmentaler)
1 Ei, verquirlt
1 große Knoblauchzehe, klein gehackt
Salz und Pfeffer
etwas Majoran, Thymian, Rosmarin, kleingehackt

Zubereitung:

Für den Tarteboden Mehl in eine Schüssel geben,
eine Mulde formen und die Butter in Stücken zusammen mit Milch,
Salz und Backpulver hineingeben.
Teig auf einem Backpapier auf die Größe einer 18er
Springform ausrollen. Besagte Form ausfetten und den
Teig dann hineinlegen. Mit einer Gabel einstechen und
15-20 Minuten bei 170° vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.
Eine große Pfanne erhitzen, etwas Öl hineingeben und 
Frühlingszwiebeln anbraten, Pilze und Knoblauch hinzufügen,
anbraten und nach ca. 5 Minuten mit Sahne ablöschen.
Von der Hitzequelle nehmen.
Kräuter hinzufügen und Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Etwas abkühlen lassen, um dann ein verquirltes Ei unterzurühren.

Pilzsauce auf den vorgebackenen Boden geben, darauf achten, dass die Flüssigkeiten gleichmäßig verteilt ist und nicht nur auf einer Seite ist. Den Käse über die Füllung streuen.

Bei 175° ca. 25 Minuten  goldbraun backen.


Dazu noch ein frischer Feldsalat mit Walnüssen oder ein Federweißer und das Herbstessen ist perfekt.



Samstag, 21. Juli 2012

Ravioli mit Ofentomaten, marinierten Artischocken, gebackenen Räuchermozarella und Zucchinipesto

puuuh... was für ein Titel ;D

Als ich mitbekam, dass das Gemüseregal wieder mal nach vegetarischen Gerichten
sucht, wollte ich unbedingt teilnehmen, denn bereits der vegetarische Winter
hatte mir wirklich Spaß gemacht.
Denn im Gegensatz zu manch andern Blog-Events hat man bei dem Thema
immer noch so viel Freiheit, da man nicht auf eine spezielle Zutat oder
die Farbe des Essens schauen muss - so habe ich eine Weile überlegt,
doch bin ziemlich schnell zu Ravioli gekommen.

Doch weil Ravioli nicht unbedingt super sommerlich sind,
mussten die Beilagen es reißen. So gab's Artischocken, Zucchini, Tomaten und
Räuchermozarella, welcher hauptsächlich im Sommer erhältlich - somit sozusagen
ein "Sommer"-Mozarella ist.

Mir hat das Gericht suuuper geschmeckt, es hat es sofort in meine
Lieblingsgerichte-Liste geschafft:
Der knusprig, rauchige Käse, die Pasta mit weicher Füllung,
dazu die aromatischen Tomaten und Artischocken und als super Kick das Pesto .. hmmm.

Das Gericht ist wirklich aufwendig - doch die Mühe zahlt sich
eindeutig aus:
Wird aufjedenfall nicht das letzte Mal gemacht worden sein!!!

Also hier zum Rezept:
  (für 2 Personen)

Pasta:
80 g Mehl
40 g Hartweizengrieß
1 Ei
2 EL Öl
2 EL Wasser
1/2 TL Salz
zum Ausrollen Mehl
Füllung:
100 ml Milch
50 g Käse nach Belieben, z.B. Fontina oder Mozarella
1 Eigelb
1 EL Speisestärke
Salz, Pfeffer

2 Artischockenherzen
3 EL Öl
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 TL Majoran

1 kleine Zucchini
3 EL Öl
1 Knoblauchzehe
1 EL Pinienkerne, geröstet
 Salz & Pfeffer

3 Kugeln Räuchermozarella, alternativ 6 Bällchen Mozarella
2 EL Mehl
1 kleines Ei
Salz & Pfeffer
Semmelmehl zum Panieren

4 Tomaten
2 EL Öl
Rosmarin, Majoran, Oregano

Zubereitung:

Zuerst sollte man die gebackenen Mozarella vorbereiten,
da diese am Besten 3 Stunden im Gefrierfach kühlen.
Dafür Ei mit Salz und Pfeffer verquirlen.
Räucher-Mozarella halbieren,normalen Mozarella ganz lassen, dann in Mehl wenden,
durchs Ei ziehen und zum Schluss noch im Semmelmehl rundumwälzen.
Panierten Mozarella auf eine Platte legen und dann im Gefrierfach für 3 Stunden frosten.

Für den Nudelteig Salz mit Öl und Ei verquirlen.
Mehl und Grieß vermischen, Eimischung in die Mitte schütten und dann mit dem
Mehl verkneten. Teig 10 Minuten kneten, dann im Kühlschrank mindestens eine
halbe Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Raviolifüllung zubereiten.
Dafür 100 ml Milch aufkochen lassen, den geraspelten Käse einrühren, etwas
abkühlen lassen und dann das verquirlte Eigelb zusammen mit der Speisestärke
mit einem Schneebesen in die Milch rühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.

Zucchini längs halbieren und dann in grobe Stücke schneiden. Im Backofen bei
180° 30 Minuten backen. Danach mit dem Öl, Knoblauchzehe und Pinienkernen
pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten vierteln, mit Öl und Kräutern mischen und 40 Minuten bei 180° backen.

Artischockenherzen halbieren. Knoblauch klein hacken, Majoran klein schneiden
und mit Öl mischen. Gewürzöl über Artischocken gießen. Marinieren lassen.

Nudelteig dünn ausrollen, Kreise ausstechen, in die Mitte immer 1 Esslöffel Füllung
geben, Teighälfte überklappen und Teigränder mit Hilfe einer Gabel zusammen drücken.

Salzwasser aufkochen lassen, Ravioli hineingeben, Hitze herunter schalten, warten
bis die Ravioli an die Oberfläche kommen und dann abschöpfen.

In einer hohen Pfanne so viel Öl hineingeben, bis der Boden bedeckt ist.
Mozarella im Fett goldbraun ausbacken, auf Krepppapier abtropfen lassen.

Ravioli mit Mozarella, marinierten Artischocken, warmen Ofentomaten und dem
Zucchinipesto servieren.




Montag, 30. Januar 2012

Latte Macchiato vom Kohlrabi




Ganz knapp vor Ende der ersten Runde will auch ich
beim Blog-Event von Uwe mitmachen. Die Herausforderung
ein weißes Gericht zu kochen ist noch eine der leichteren, wenn
man sich die kommenden Monatsfarben anschaut, doch ich
habe bei vielen schon eine Idee und man hat ja einen ganzen
Monat immer zum Überlegen Zeit.

Die ersten Dinge die mir zum weißen Thema einfielen, waren
Reis, gedämpfter Fisch und Spargel, doch es sollte ein klein
bisschen ausgefallener seien und so bin ich heute zu einem
Latte Macchiato vom Kohlrabi gekommen, das ursprüngliche
Rezept war mit Erbsen und da die nicht weiß sind, ich dafür
noch Kohlrabi aus dem Garten hatte wurde daraus kurz um
eine Latte Macchiato vom Kohlrabi mit Käsechip, Croutons
und ,weils weiß ist, mit einem in Milch gegarten
Puten-Rosmarin-Spieß für die Fleischesser.

Für 4 Personen:

2 Kartoffeln
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Zweig Thymian
200ml Weißwein
750ml Hühnerfond
200ml Sahne

4 kleine Kohlrabi
100g gemahlene Nüsse
100ml Sahne
1 kleines Stück Butter

Salz, Cayennepfeffer, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln, Zwiebeln und Kohlrabi würfeln.
Den Knoblauch klein hacken. Dann die Kartoffeln
mit den Zwiebeln an schwitzen, Knoblauch und Thymian
dazugeben und mit an schwitzen. Mit Weißwein und Fond
ablöschen. Bei mittlerer Hitze 25 Minuten gar köcheln.

Die Kohlrabi in einem Topf mit Salzwasser weich kochen,
dann das Wasser abgießen und die Butter, Nüsse und
Sahne zum Kohlrabi geben. Das Ganze dann fein pürieren,
bis es ohne Stücke ist. Mit den Gewürzen ab schmecken.

Wenn die Kartoffeln gar sind, auch pürieren und dann mit
Sahne aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und nach Gusto noch
Thymian ab schmecken.

Kohlrabipüree in Gläser geben und mit Suppe auffüllen.

Wer mag kann dazu noch Parmesanchips, Croutons,
Pinienkerne reichen. Ich habe aus Farbgründen Putenfilet
in lange Streifen geschnitten und auf Rosmarinspieße
aufgespießt, kurz angebraten und mit Milch aufgegossen,
in der die Spieße dann gegart wurden.
Ich habe die Spieße als Vegetarierin weggelassen, aber
den andern hat's geschmeckt.


Mittwoch, 25. Januar 2012

Mini-Kartoffel-Fougasse




Bestimmt kennen viele Leute Fougasse aus Frankreich,
jedoch hatte ich  nie das Glück welches zu bekommen,
wenn ich mal in Frankreich war. Es ist verrückt!
Bevor ich nicht so backbegeistert war, habe ich nie auf
besondere Gebäcke geachtet. Wenn ich in Frankreich war,
wollte ich mein Croissant und mein Baguette haben -
damit war ich glücklich.
Als ich dann also vor einem Jahr ein Rezept von Fougasse gesehen hatte,
hat es mich sofort interessiert. Also wurde es gleich ausprobiert.
Und dafür, dass es mein allererstes Brot gewesen war, war es wirklich
ausgesprochen gut. Als ich dann ein paar Monate später in Frankreich war,
wollte ich natürlich wissen, wie das Brot in seiner Heimat schmeckt.
Voller Vorfreude fuhr ich also nach Frankreich und dort sichtete ich in
KEINER Bäckerei Fougasse - alle Fougasse waren bereits verkauft..
...also musste meine Fougasseneugier warten.

Im Dezember war ich nochmals in Frankreich, wegen den schönen
Weihnachtsmärkten, die es in Frankreich gibt. Ich gehe also gutgelaunt
in eine Bäckerei ... UND diese Bäckereien hatten es nicht mal im Sortiment!

Also muss ich selbst für meine Fougasse sorgen und so gab
es heute mal wieder Fougasse. Diesmal mit einem Kartoffelbrotteig und
gewürzt mit Rosmarin.

Für 7 kleine Fougasse braucht man:

200 g Kartoffelpüree
300 g Mehl
1 Pk. Trockenhefe
2 Tl  Salz
1 Prise Zucker
2 El Olivenöl
1 Ei
90 ml lauwarmes Wasser
3 Zweige Rosmarin
 1Eigelb
Meersalz


Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen
und das Wasser mit der Hefe hineingeben. Leicht vermischen.
Danach das Kartoffelpüree, das Salz, 1 Prise Zucker, Öl und ein
Ei unterkneten. Den Teig so lange gehen lassen, bis sich das
Volumen des Teiges verdoppelt hat.
Danach den Teig nochmal durchkneten und dann in 7 Stücke
teilen. Jedes Teigstück flach drücken und zu einem Oval formen.
In das Oval Löcher hineinschneiden, die so groß sind,
dass sie nach dem Gehen noch sichtbar sind.
Nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Die Fougasse nun mit etwas verquirltem Eigelb bestreichen
und mit Rosmarin und Meersalz bestreuen.
Dann für 20-25 Minuten bei 200° backen.

Tipp: Wer die Brote knusprig mag, sollte beim Backen
eine Schüssel mit Wasser mit in den Ofen stellen.

Das Brot ist so einfach, dass selbst Leute, die noch nie Brot
gebacken haben, sich rantrauen können, denn es ist wirklich
nicht schwer. Ist der Teig zu klebrig, einfach ein bisschen
Mehl drunter, ist er zu fest eben noch etwas Wasser.
- Das Rezept ist Idiotensicher!