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Freitag, 18. September 2015

pano BROT&KAFFEE Stuttgart - Wo Stuttgarts Bevölkerung sich ihre Stullen am liebsten schmieren lässt


Mit im Internet empfohlenen Cafés ist das so 'ne Sache. 

Entweder man hat durch Zufall gerade die Wegbeschreibung zu seinem neuen Lieblingscafé 
gefunden - ooder die schnellstmögliche Route zu einem riesen Reinfall.   
                  
Ja die Erwartungen waren alles andere als niedrig gesetzt als ich das 
"pano BROT & KAFFEE" in Stuttgart aufsuchte. 
Eine Café-Beschreibung, die einem von Einfachheit erzählt, welcher es gelingt
gleichzeitig Wohlbefinden, ja quasi ein "Wiezuhause-Gefühl" mit Atmosphäre zu verbinden. 
Qualität mit Einfachheit. Einfachheit mit Kupfer-Lampen. 
 Kupfer-Lampen mit ursprünglichem, regionalem Essen. - lässt einen doch skeptisch das Café aufsuchen.


Dieses zunächst antonym wirkende Konzept kann man im Stuttgarter
 Einkaufszentrum Gerber selbst betrachten. Ist es zwar in einem Einkaufszentrum
mit vielen beliebten, namenhaften Läden, mussten wir trotzdem zunächst den Wegweiser
um Rat fragen, um das Café im Einkaufszentrum zu finden. 
Einmal gefunden, wundert man sich, dass das Café zuvor noch keine Beachtung
von einem geschenkt bekommen hat. Kann man sich über den ein oder anderen 
Hipster-Schuppen aufregen,  der zwanghaft stylisch wirken möchte, ja möglichst individuell, 
ist das pano schlicht elegant und schön eingerichtet. 



Könnte man in solch einem Umfeld durchaus fancy-wirkende Speisen angefangen
bei Pumpkinspice-Latte Macchiato, Salzkaramell-Macarons oder Vegan Mac 'n Cheese
erwarten, hält sich das Pano wirklich an seinen Namen und bietet statt aufgeplusterten Speisen
 vor allem Brote an. So kann man sich zwischen belegten Broten, in der Pfanne gerösteten Panzanellas, 
Antipasti und Croissants zwar auch für Eis entscheiden, doch bleibt der Fokus eindeutig
auf den Brotvarietäten. So ist das eigene "Pano"-Brot, welches auch für die belegten Brotscheiben
genutzt wird, nach hauseigenem Rezept in regionalen Bäckereien noch traditionell mit Natur-Sauerteig gebacken.


Weder über den Service, welcher die Brezel stilsicher in einer weißen, rechteckigen
Schüssel zum Tisch trägt, noch am Preis, den man bei solch einem Laden meist 
für wahnsinnig überteuert hält, kann ich im Pano wirklich meckern. Der Service ist
zurückhaltend aber freundlich, die Speisen frisch und vollkommen in Ordnung.

Ein Manko finde ich jedoch bei all der Begeisterung an der Einrichtung, 
den Regal-Füllstücken und den ausgestellten Büchern - die Speisekarte.
Nichts gegen Brote. Oh nein, Brot ist definitiv meine liebste Kohlenhydratquelle.
Allerdings ist die Auswahl an vegetarischen Belagsoptionen oder Panzanellas
 doch sehr eingeschränkt. Möchte ich kein Brot mit Rucola, so darf ich als Vegetarier
quasi automatisch auf 'ne gute, alte Butterbrezel zurückgreifen, um im pano nicht hungrig nach Hause zu gehen.




So würde ich all in all das pano durchaus Freunden empfehlen, ja ansonsten würde ich höchstwahrscheinlich auch keinen Blog Post darüber verschwenden, jedoch würde ich hinzufügen, dass es eher was für die 10 Uhr Kaffeepause oder den morgendlichen Café ist.
Klar kann man sich zum Café einen Keks oder ein Stück Kuchen dort gönnen, mehr als 
ein Croissants oder Brezen find ich als Vegetarierin als Beilage dann eben dort aber nicht.

Seid ihr zufällig also mal in Stuttgart, möchtet für den kleinen Hunger Zwischendurch die Zeit
 in einer wirklich tollen Location verbringen, dann gibt's hier noch die Adressdaten für euch:

pano BROT&KAFFEE (im Gerber)
Sophienstrasse 21   
70178 Stuttgart    




Montag, 7. September 2015

Post aus meiner Küche Sommer-Edition: Sommer im Glas



Wenn der Postbote sich wieder über zig köstlich, nach Gebäck duftende, hübsch verpackte Päckchen 
wundern darf, ist es wieder so weit: Post aus meiner Küche hat eine weitere Runde eingeläutet!
Das Thema der Tauschrunde war es diesmal Sommer ins Glas zu packen. - Im Nachhinein kann
man das als weise Themenauswahl anerkennen, denn während draußen mittlerweile fast
schon herbstliche Temperaturen auf mich lungern, habe ich zuhause im Kühlschrank noch 
ein Glas mit feinster Pina Colada-Marmelade von meiner Tauschpartnerin Brigitte von 
homemadeandbaked, also quasi tropische Temperaturen und Sommer-Feeling im Glas 
eingefangen und zum wieder aufleben. 


Macht man sich also so Gedanken um das Thema, schießen einen natürlich nicht 
Momente des deutschen Sommers in den Kopf, von Regenwolken, Temperatur-Wirrwarr 
und überhitzten Großraumbüros, sondern viel eher von langen weißen Sandstränden, Meer und 
farbenfrohen Gemüsemärkten fremdländischer Kulturen. 
So war mein erstes Glas Sommer zum Verschicken von der Süßigkeit inspiriert, die Bali-Feeling schlechthin bringt. Die kleine Kokos-Kugel, die in ihrer Werbung stets blauen Himmel, 
weiße Strände, tieftürkisblaues Wasser und gebräunte Frauen mit weißen Sommerhüten zeigt, 
schien mir genau richtig zum Motto zu passen. 



Bereitet man die Creme mit fertig gekauften Milchmädchen zu, hat man noch
eher den "Originalton" der Raffaello-Füllung. Vom Geschmack her überzeugt
jedoch meine Variante mit selbstgemachten Milchmädchen komplett - wer sich also nach Raffaello auf dem Frühstücks-Toast sehnt, für den kommt hier das Rezept!







Doch nicht nur der Indische Ozean vermag in meine Sommergedanken zu schneien,
nein auch an die südeuropäischen Küstenregionen mag ich mich gerne erinnern.

Steinwände, die das ozeanblaue Wasser von Obstplantagen mitsamt wunderschönen 
Herrenhäusern trennen, herzliche Nonnas und Obst, welches im Aroma die
gesamte Atmosphäre einfängt. Wunderbar!


So habe ich mein zweites Rezept eher mediterran gehalten. Antipasti schmecken im Sommer
gleich doppelt so lecker, da dachte ich, seien selbst eingelegte Paprika mit Frischkäsefüllung
eine wunderbare Angelegenheit zum Versenden! Der Vorteil bei meinen Paprikas ist natürlich,
dass man sich bei der Füllung ganz nach seinem Geschmack austoben kann, während die Frischkäsefüllung bei den gekauften, in Öl eingelegten Paprikas meist eher fad daher kommt.





Sonntag, 26. April 2015

Aloo Paratha - ist das was Essbares?



Nein Aloo Paratha ist keine misslungene hawaiianische Begrüßung.
Überlegt der ein oder andere nun krampfhaft ob er Paratha nicht doch
schon einmal gehört hat, kann ich nun das Namensrätsel lüften:

Paratha heißt so viel wie Fladenbrot. Aloo heißt übersetzt Kartoffel.

Was also so rätselhaft klingt ist ein mit Kartoffelbrei gefülltes Fladenbrot,
welches typischerweise zu einem indischen Frühstück gereicht wird.
Hier ist es als Beilage zu Currys und Suppen geläufiger.
Mehr aus Neugier am Gericht als aus Vorahnung einer kulinarischen Bereicherung
probierte ich dieses traditionelle indische Essen aus.

Ich weiß nicht ob ich es jemals hier erwähnt habe, jedoch bin ich nicht der größte
Fan des indischen Essens. Dementsprechend waren meine Erwartungen eher im
unteren Bereich was den Geschmack angeht.
Vor einigen Jahren hatte eine Nachbarin ein ähnliches türkisches Gericht vorbei gebracht
und seitdem hatte ich nun ja, wohl eher eine Abneigung gegen kalte Kartoffelfüllungen
entwickelt.

Was für ein Glück dass ich meine Vorurteile über Board geworfen habe!
Ich muss wirklich sagen, dass mich das Gericht begeistert!
Zusammen mit einem (nicht traditionellen) Bärlauchpesto hat mich das Gericht
komplett begeistert - da brauch ich kein Curry oder Salat dazu - ein total leckeres Essen!
Hat man zu Mittag zu viele Kartoffeln gekocht, lässt sich das Gericht als
gelungene Resteverwertung nutzen, denn der Teig des eigentlichen Fladenbrots besteht
lediglich aus Mehl, Wasser und etwas Öl. Ein paar Kartoffeln mehr beim nächsten
Mal zu schälen würde sich also wirklich lohnen!

Low Carber gönnt euch 'ne Ausnahme - Paratha sind die Sünde wert!



Zutaten:

2,5 Tassen Mehl
1 Tasse Wasser 
2 El Öl

1,5 Tassen Kartoffelbrei 
(zubereitet etwa aus 3-4 mittleren Kartoffeln)
2 Frühlingszwiebeln, klein gehackt
1 Tl Garam Masala 
1/2 Tl Paprikapulver rosenscharf
Salz, Pfeffer 
eventuell Thymian, Koriander, Chili

Zubereitung: 

Für den Teig das Mehl mit dem Wasser und Öl verrühren
und zu einem nicht mehr klebrigen, festen Teig verkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. 

Die Frühlingszwiebeln mit einem Teelöffel Öl anbraten.
Zu dem Kartoffelbrei die gebratenen Frühlingszwiebeln, das Garam Masala
und das Paprikapulver geben und alles vermischen.
Mit Salz und Pfeffer (nach Belieben zusätzlich mit Thymian, Chili und Koriander) abschmecken.
Der Kartoffelbrei sollte sehr würzig schmecken, da er den Fladen die Würze verleiht. 

Den Teig in 4 Teile trennen. 
Jedes Stück auf eine Größe von ca 18cm Durchmesser (0,3-0,5 cm Dicke)  rund  ausrollen. 
In die Mitte des Teigkreises etwas von der Kartoffelfüllung geben. 
Den Teig von Außen nach Innen falten, sodass die Füllung bedeckt ist.
Mit den Händen den Teig zusammendrücken, sodass die Teigschichten zusammenhalten.
Mit den Händen den Teigfladen wieder flacher und rund formen.
Beim Drücken aufpassen, da die Unterseite halb so dünn wie die Oberseite ist.

Die Fladen mit sehr wenig Öl bei mittlerer Hitze ausbraten.
Dies dauert pro Seite ca 2 Minuten.





Egal ob warm oder kalt schaffen mich die  Parathas zu begeistern!
Kalt kommt die Füllung etwas besser zur Geltung, warm könnte ich mir sie bestrichen
mit etwas salziger Butter sehr gut vorstellen.



Sonntag, 29. März 2015

Let's have a barbecue: Garlic Parmesan Knots



Müsste die heutige Umstellung auf Sommerzeit uns nicht endlich mit dem
erhofften guten, warmen und sonnigen Wetter belohnen?
Ich gebe die Hoffnung nicht auf  zwischen den regnerischen und nebligen Wolken 
ab und zu bereits einige Sonnenstrahlen erkennen zu können.

Und mit was leitet man die Jahreszeit des grandiosen Wetters am besten ein?
-Grillen!!!
Ja gut zugegeben, dafür ist es mir jetzt auch noch etwas zuuu kalt, jedoch ist
es stets nützlich bereits einige Grill-Beilagenrezepte im Repertoire zu haben
bis die Grillzeit beginnt. Denn von Beilagen-Rezepten kann man doch nie genug haben!

Möchte man die Knoblauch-Parmesan Knoten mit etwas vergleichen, so ist der 
Gedanke an Knoblauch-Baguette durchaus berechtigt.
Ich würde die Knoten als die kleine, "fancy" Variante von Knoblauchbaguette
beschreiben. Und wie die große Variante passen die Knots natürlich auch
wunderbar zu Suppen, Salaten oder Antipasti-Tellern.



Zutaten:

70ml Wasser
1 Tl Trockenhefe
1 El Zucker
150ml Milch
60g Butter
1 Ei
1 Tl Salz
2,5 Tassen Mehl

100g Parmesan

für die Knoblauchbutter:
100g Butter, weich
1 Tl Meersalz
1  große Knoblauchzehe
1 Bund frische gemischte Kräuter
(Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin, Majoran, Bärlauch...)





Zubereitung:

Das Wasser erhitzen. Zucker und die Trockenhefe einrühren und
so lange stehen lassen bis beides im Wasser sich aufgelöst hat.
Milch erhitzen.
Warme Milch, Hefe-Mischung, Ei, Salz und Butter in einer Schüssel
gut verquirlen.
Mehl hinzufügen und verkneten bis man einen elastischen, weichen,
nicht mehr klebrigen Teig erhält.

Teig gehen lassen bis sein Volumen sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit die Knoblauchbutter zubereiten.
Dafür die Kräuter und den Knoblauch sehr fein hacken und
zusammen mit dem Salz in die Butter einrühren.
Wer mag kann natürlich noch weitere Gewürze hinzufügen wie
Pfeffer oder Chili.

Den aufgegangen Teig einmal grob durchkneten.
Mandarinengroße Teigstücke vom Hefeteig abnehmen.
Die Teigstücke zu Teigwürsten rollen, welche etwa 10-12cm lang sind.

Aus jeder Teigwurst einen Knoten formen.
Also wirklich in den Teigstrang einen Knoten ziehen!
Die Enden des Knotens unter den Knotenkörper verstecken.

Die Teigknoten auf einem Backblech verteilen.

Die vorbereitete Knoblauchbutter zerlassen und die Hälfte der zerlassenen
Butter auf die Teigknoten streichen (mithilfe eines Backpinsels).
Parmesan reiben und über die Teigknoten streuen.

Die Teigknoten bei 175° ca 15 Minuten hellbraun backen.
Auf die frisch aus dem Ofen geholten Teigknoten die restliche Butter streichen.


Eine wunderbare Beilage zu einem Antipasti-Teller, Salat oder einer Suppe.




Dienstag, 20. Januar 2015

Selbstgemachte Spinat-Quesadillas / Spinat-Wraps


Tortillas, Quesadillas, Enchiladas, Fajitas - kennt ihr das? 
Ein Blick in die Speisekarte beim Mexikaner und man versteht nur noch Spanisch Bahnhof. 
3 Jahre Spanisch lernen haben bei mir dann doch nicht gereicht, schaue ich in die  Speisekarte beim Mexikaner, fühle ich mich noch immer wie im Dschungel. 
Einem Dschungel aus Fajitas und Quesadillas. 
So entwickelt sich jede Bestellung dann doch mehr zum Russian Roulette, was für ein Gericht sich denn letzendlich hinter dem Namen aus vielen "ll" und "chs" entpuppt, als dass man sich aus vollem Bewusstsein dazu entschieden hat.  

Für wenigstens einen kleinen Lichtblick sorgt nun dieses Rezept bei mir : 
Das Geheimnis um die Quesadillas ist für mich gelüftet! 
Gefüllte, in der Pfanne angebratene dünne Tortilla-Fladen -
das sind die Quesadillas, wie sie gegessen und geliebt werden.

Wie der Name bereits verrät - und das Aussehen nochmals bestätigt, versteckt sich bereits in meinem Tortilla-Fladen-Teig der Spinat. Wer Bedenken hat, sich an das Brot-Selbermachen heranzutrauen, den kann ich nur beruhigen: 
Der Brotteig beinhaltet keine Hefe, somit muss man die Zutaten für den Teig wirklich nur alle miteinander zusammenkneten, ausrollen und in der Pfanne braten - das ist der ganze Zauber um die Weizenfladen. - ihr seht: "You won't get in trouble with Tortillas!" 





Rezept:
1,5 Tassen TK-Spinat
3 Tassen Mehl 
3 El Öl
1 Tl Salz


Für die Quesadillas:
Mozarella
Tomaten
Avocado 
Basilikum-Blätter
Pesto

Für die Tortillas:
Salat
Tomaten
Champignons
nach Wunsch gegrillter Tofu/ Hühnerbrust
Guacamole oder Joghurt-Dip



Zubereitung:

Den TK-Spinat idealer Weise im Kühlschrank über Nacht auftauen lassen 
- Kurzentschlossene sollten den Spinat im Topf mit etwas
Wasser langsam erwärmen, jedoch darauf achten, dass sie letzendlich nur mit 
1,5 Tassen Spinat weiter arbeiten, da der Teig sonst klebrig wird.

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen, in welche dann das Salz und das Öl gegeben werden.
Spinat mit in die Mulde geben. Mehl vom Rand mit in die Mulde nehmen und langsam         
anfangen alle Zutaten miteinander zu verkneten. Immer mehr Mehl vom Rand mit zum Teig 
nehmen, bis alle Zutaten letzendlich miteinander verknetet sind. Der Teig sollte am Ende 
elastisch und nicht mehr klebrig sein. Bemerkt man, dass diese Konsistenz mit drei Tassen 
Mehl noch nicht erreicht ist, so fügt man noch zusätzliches Mehl hinzu, bis der Teig nicht 
mehr klebrig ist. Pflaumengroße Teigbälle vom Teig abnehmen, diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche so dünn wie möglich ausrollen. Eine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen.
Die dünn ausgerollten Teigstücke ohne Fett darin auf beiden Seiten leicht bräunlich anrösten. 
Bis zur Verarbeitung/ Verzehr die Tortillas mit einem befeuchteten Handtuch abdecken, 
damit sie weich bleiben.

Für die Quesadillas die Tomaten halbieren, vom Strunk entfernen und dann in Streifen 
schneiden. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und die Schale von dem Avocado-Fruchtfleisch abziehen.
Die Hälfte eines Tortilla-Fladens mit den in Streifen geschnittenen Zutaten belegen. 
Wer mag, kann natürlich zusätzlich noch andere Zutaten mit in die Quesadillas legen. 
Über die Zutaten noch Pesto, Basilikum-Blätter und nach Belieben Salz verteilen. 
Die unbelegte Tortilla-Hälfte auf die Belegte klappen und die Quesadilla dann in der 
Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten, bis der Fladen außenrum braun und 
knusprig erscheint. 

Wer eher mit den Spinat-Wraps liebäugelt, der putzt einfach Salat und die restlichen 
Gemüse, die er gerne in dem Wrap hätte, entkernt sie gegebenenfalls und schneidet sie
in kleine Stücke. 
Gegebenenfalls Tofu oder Hühnerbrust in Streifen schneiden, würzen und in Öl anbraten. 
Auf die Spinat-Tortillas Guacamole oder einen Dip streichen und Salatstücke darauf verteilen.
Restliche Wunsch-Zutaten auf den Salat verteilen, jedoch darauf achten, die Wraps nicht 
zu voll zu belegen, damit man die Wraps noch aufrollen kann. 



Und, seit Ihr eher ein Wrapper oder ein Quesadilla-Liebhaber? 
Stört es euch wenn die Fladen einen Eigengeschmack haben oder mögt ihr die Kombi aus
verschiedenen Geschmäckern?

Dienstag, 13. Januar 2015

Heute sehe ich rot: Rote-Beete-Baguette




Rote Beete ist wohl eins der Gemüse bei denen sich die Leserschaft
sofort in die "Bäääh!"- und "Ja kann man mal ausprobieren"-Fraktion teilt.
Rote Beete hatte bei mir auch lange keine Chance - warum?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ein Food Blogger mal
Vorurteile besitzt - so meidete ich die Beete ohne sie zu kennen
- denn Gemüse, die so viele Gegner haben, müssen ja komisch schmecken.
In einem Bistro in Paris wurde sie mir letztes Jahr dann quasi aufgedrängt.
So hatte ich keine andere Wahl als ihr eine Chance geben zu müssen.
Liebe entstand aus dieser Begegnung zwar nicht, jedoch finde ich sie
 bei weitem nicht so schlecht wie ihr Ruf es verkünden mag.

- Doch wartet! An all die, die die Farbe des Brotes bis jetzt bewundert haben,
jedoch gerade auf das x in der rechten Ecke klicken möchten,
weil sie denken, dass Rote Beete im Brot für sie nie genießbar sein wird:
Ich kann euch beruhigen!

Die wunderschöne Farbe erhält das Brot durch eine ordentliche Menge
Rote Beete-Saft - dieser gibt dem Brot neben der Farbe später auch einen
leicht süßlich, würzigen Geschmack, welchen man ideal mit einem süß-salzigen
Topping kombinieren kann, wie es auch Nina mit ihrem Rote Beete-Baguette
angestellt hat. Für mich bildet das Baguette eine ideale Beilage zu einem Käseteller
oder zu einem gebackenen Camembert und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass
Brot häufiger zuzubereiten.
Das Baguette hat selbst die Skeptiker in meiner Familie überzeugt,
ihr solltet ihm also wirklich mal eine Chance geben!


Rezept:
500g Weizenmehl Typ 405
300-350ml Rote Beete-Saft
1 Pk. Trockenhefe
1 Tl Salz

Zubereitung:
Weizenmehl in eine Schüssel geben.
In das Mehl eine Mulde formen, in die das Salz gegeben wird.
Rote Beete-Saft erhitzen, Trockenhefe darin auflösen.
Hefe-Lösung in die Mehl-Mulde gießen.
Mit einer Gabel das Mehl langsam vom Rand in die
Mulde schieben und verrühren. Immer mehr Mehl
vom Rand mit in die Mitte nehmen bis man schließlich alles miteinander verknetet.
Der Teig sollte - sobald alles miteinander verknetet und keine Klumpen
mehr übrig sind - nicht mehr kleben, jedoch auch nicht zu trocken sein.
Den Teig nochmals kräftig durchkneten, danach mit einem angefeuchteten,
frischen Handtuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort gehen lassen
bis das Teigvolumen sich verdoppelt hat.
Den Teig nach dem Gehen nicht mehr durchkneten.
Den gegangenen Teig in zwei Hälften teilen.
Teigstücke zu zwei langen Teigsträngen formen.
Noch mit Wasser die Oberfläche befeuchten und dann bei 220° 10 Minuten backen.
Nach den 10 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200° runterdrehen
und in 15 Minuten zu Ende backen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Herbstliches Bruschetta Duett



Jaaa mein Gespür die richtigen Artikel im richtigen Moment 
zu posten ist unübertrefflich.
Der Schnee schmilzt langsam, die Sonne blickt auch mal hervor
- und ich komme mit Kürbis und Weintrauben um die Ecke.

Kürbis galt für mich lange als das Horrorgemüse schlechthin -
kannte ich es nicht anders als süß-sauer eingemacht nach Oma Elses Rezept.
Den süßen Essigsud verfeinert mit Zimtstange und Anissternen
- alleine der Geruch konnte - und vermag es auch heute noch- Ekel bei mir auszulösen.

Wie näherte ich mich also dem Kürbis? 
Es war eigentlich eine ganz spontane Entscheidung dem Kürbis noch eine Chance zu geben.
Ich schaute mir im Supermarkt das Rezept einer Kürbissuppe an, 
überzeugen konnte sie mich keineswegs durch geniale Präsentation oder
raffinierte Zutatenkombination, viel mehr ging ich mit einer 
"why not"-Mentalität an die Zubereitung.
 - Kürbisse haben wir stets en masse aufgrund des eigenen Gartens zuhause -
zu verlieren hatte ich also nichts. 
Zubereitet wurde die Suppe also sofort sobald ich zuhause ankam,
mit viel Überwindung wurde dann letztendlich auch verkostet - und was für ein Glücksgriff
genau so wie sie war konnte sie mich überzeugen.
Seither ist diese Kürbissuppe für uns nicht mehr wegzudenken sobald die Kürbissaison startet..


Heute war es also so weit meine Freundschaft zum Kürbis von Neuem zu testen
- in Form von Roasted Butternut Bruschetta. 
Hatte ich es schon seit geraumer Zeit auf anderen Blogs gesehen und 
Blogger schwärmen hören, so fand ich den Zeitpunkt
gekommen mal wieder etwas zu wagen und die Bruschetta auszuprobieren. 

In Testlaune wie ich war, wollte ich auch gleich eine zweite - für mich sonst 
ebenfalls - mutige Kombination wagen: thyme roasted grapes with ricotta and roasted bread.
Salzige Trauben? mit Thymian geschmort? und dann auf Brot? 


Ich muss sagen - ich bin überrascht! Die Trauben verlieren durch die Gewürze
und das Garen an Süße und harmonieren sehr schön mit dem Käse. 
Beide Bruschetta Varianten sind durchaus abends zu einem Glas Wein zu empfehlen 
und eine gelungene Abwechslung zum schnöden Tomaten-Knoblauch Belag, 
den man sonst an jeder Ecke auf dem Bruschetta-Brot wiederfindet.



Roasted Grapes with Thyme and roasted Bread:
(2Portionen)

2 kleine Scheiben Bauernbrot
200g lila Trauben
1/2 Bund Thymian
100g Ricotta
Olivenöl
Walnüsse
Salz


Zubereitung:

Brotscheiben mit Olivenöl bestreichen und im Ofen bei 200° rösten bis
der Rand braun und knusprig wird - dies dauert ca.5-8 Minuten (und kann
parallel mit den Trauben im Backofen gemacht werden).

Die Trauben waschen, von den Stielen abzupfen und in einer Auflaufform mit 
Olivenöl besprenkeln. Salz über die Trauben streuen und 3/4 des Thymians
über die Trauben zupfen.
Bei 200° etwa 20 Minuten schmoren bis die Trauben runzlig werden.

Die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne fett leicht anrösten.

Sobald die Trauben fertig gegart sind, den Ricotta auf die gerösteten 
Brotscheiben streichen. Trauben auf dem Ricotta verteilen und nach 
Belieben mit dem während des Backens entstandenen Sud beträufeln.
Zum Schluss noch die gerösteten Walnüsse darüber streuen und nach
Belieben mit dem restlichen Thymian dekorieren.



Butternut Bruschetta:
(2 Portionen)

2 kleine Scheiben Landbrot
200g Butternut Kürbis
100g Feta
Olivenöl & Crema di Balsamico
Majoran & Salz

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, in Scheiben schneiden und diese in ca. 1cm große Würfel
teilen. Den Kürbis in eine Auflaufform mit Olivenöl und Majoranblättern geben,
alles salzen und bei 200° ca 20-25 Minuten rösten bis die Kürbisstücke braun
und knusprig werden.

Das Brot mit Olivenöl bestreichen und im Backofen für 5-8 Minuten 
mitrösten, sodass es an den Kanten braun und knusprig wird.

Den Feta zerbröseln.

Die knusprigen Brotschreiben mit Crema die Balsamico besprenkeln,
mit Feta bestreuen und on top den gerösteten Kürbis verteilen.
Wer mag kann nun noch ein paar Majoranblätter als Deko oben auf geben,
ansonsten sind die Bruschetti fertig zum Verzehr.

Dienstag, 21. Mai 2013

Panzanella mit Spargel, Avocado und Kichererbsen





Das Wetter und die Temperaturen können ruhig noch etwas besser
werden, jedoch können einen die seltenen sonnigen Intervalle dann doch 
nach draußen locken. So beginnt also langsam die Saison, in der man 
mehr Zeit im Garten verbringt, damit die Beete und Blumen in ein paar Wochen 
wieder strahlen und man abends nur noch schnell etwas zum Essen machen möchte, 
bevor man sich todmüde auf die Couch verzieht.

Perfekt für ein schnelles Abendessen, nach einem anstrengenden Tag, ist dieser Salat.
Schön bunt und wirklich mal Abwechslung zum "normalen" Gartensalat.

Eigentlich ist Panzanella ein italienischer Brotsalat aus der Toskana, 
der aus Tomaten, Olivenöl und Essig besteht.
Die Grundzutaten sind in meiner Variante immer noch 
enthalten, jedoch haben sich noch einige andere Zutaten hinzu geschlichen,
was meine Variante dann doch ziemlich modernisiert hat.
Aus dem Brotsalat ist bei mir letztendlich wohl eher ein Salat
mit Brot entstanden - jedoch fand ich das Verhältnis auch so wirklich
stimmig, da die Kichererbsen doch sehr sättigend sind. 


Rezept:
(für 2 Personen als Hauptgericht)

1/2 Avocado
2 dicke Scheiben Ciabatta
200g Kirschtomaten
1/4 Salatgurke
200g abgetropfte Kichererbsen
4 Stangen grüner Spargel

5 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
2 Knoblauchzehen
Oregano, Rosmarin, Basilikum, Pfeffer und Salz

Zubereitung: 

Für das Dressing die Knoblauchzehen, Rosmarin, Oregano und 
Basilikum klein schneiden. Olivenöl mit Zitronensaft verquirlen, Kräuter
dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Spargel leicht schräg in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
Spargel in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. 
Je nach Geschmack muss man selbst entscheiden wie weit
man den Spargel gart, ich habe den Spargel nur ca.3 Minuten
angeschwitzt, sodass er noch ziemlich knackig war.

Ciabatta würfeln und dann in einer Pfanne mit Öl zu knusprigen
Croutons braten. 
Salatgurke in Scheiben schneiden, Tomaten entstilen und vierteln.
Die Schale von der Avocado entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. 
Über die Avocadostücke Zitronensaft träufeln.


Die Kichererbsen, Spargel-, Tomaten- und Gurkenstücke kann man 
bereits im Vorhinein mit dem Dressing vermischen, die Brot- und Avocadostücke 
sollte man wirklich erst direkt vor dem Servieren unterheben oder sie seperat
zu dem Salat reichen, sodass sich jeder nach Geschmack noch Croutons 
und Avocado über den Salat streuen kann.

Guten Appetit!



Dienstag, 7. Mai 2013

Cinnamon Cream Cheese Roll-Ups


Normalerweise ist für mich ein normales Frühstück völlig ausreichend,
frische Brötchen, Nutella, selbstgemachte Marmelade und ich bin glücklich.
- Arme Ritter, Croissants, Rührei, Baked Beans oder Pancakes sind da wirklich nicht nötig.

Doch heute habe ich meine absolute Ausnahme gefunden,
die Roll-Ups könnte ich zu jeder Tageszeit essen, ich finde sie passen 
genau so gut zum Kaffe wie zum Frühstück oder Brunch,
sind fix gemacht und wer sie einmal gemacht hat, der wird sie aus 
seiner Küche nicht mehr missen wollen.

Besonders lauwarm, mit ein paar frischen Beeren sind sie ein Traum!
Ein weiteres Plus: Alles was man braucht hat man eigentlich immer im Haus!








Zutaten:

4 Toast-/Briochescheiben
100g Frischkäse
40g Zucker

1 TL Zimt
100g Zucker
75g Butter









Zubereitung:

Toast- oder Briochescheiben von der Rinde befreien.
Die Brotscheiben nun mit einem Nudelholz sehr flach rollen. Die Scheibe sollte nun nur noch halb so dick sein, wie davor.

Frischkäse nun mit 40g Zucker verrühren.
Restlichen Zucker mit Zimt mischen, am besten 
gleich auf einem flachen Teller oder flachen Schüssel.
Butter in einer flachen Schüssel schmelzen.

Die Frischkäsecreme nun auf die Brotscheiben gleichmäßig verteilen und dann die Scheiben aufrollen.
Die Rollen nun in der zerlassenen Butter eintauchen und
dann im Zimt-Zucker welzen.

Zimt-Rollen  nun auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und bei 170° 15-20 Minuten hellbraun backen.